Auto Salon Genf 2011: Premieren-Vorschau Frühjahrskollektion

31.03.2011

Am 3. März öffnet der Autosalon in Genf. Internationale Neuheiten locken die Autobranche an den Genfer See. Wir berichten aktuell von der Messe

Wenn am 3. März 2011 der 81. Internationale Autosalon Genf öffnet, beginnt offiziell der Frühling. Anders als in Deutschland, wo um diese Zeit noch Schnee liegen kann, werden die Temperaturen am Genfer See schon zweistellig. Entsprechend der noblen Umgebung mit ihren gemäßigten Temperaturen präsentieren Hersteller in Genf häufig neue Coupés und Cabrios.

Zum Beispiel die dritte Generation des Mercedes SLK, der mit seinem Blech-Klappdach beides kann: auf der Autobahn fast so leise wie ein Coupé, auf dem Boulevard und auf der Landstraße ein offener Roadster. Der Nachfolger des R 171 nimmt im Design Anleihen bei SL und SLS. Also breiter und flacher Kühlergrill, die Scheinwerfer in die Kotflügel integriert. Die Front wirkt länger und die Außenspiegel sitzen auf den Türen. Neue Motoren mit Direkteinspritzung sorgen für ein Viertel weniger Verbrauch bei besseren Fahrleistungen, verspricht Mercedes. Eine Weltneuheit ist das dimmbare Glasdach Magic Sky Control. Dessen Helligkeit lässt sich mit einem Schalter regeln.

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Den Chevrolet Camaro dürften die deutschen Power-Limousinen kaum fürchten. Es sei denn, es geht um die Show, die Lässigkeit und das gut gemachte Retro-Design einer US-Ikone. Im Frühjahr 2011 kommt das Coupé offiziell nach Europa.

Kurz vor dem Ende des aktuellen A3 serviert Audi noch einen Kracher. Der RS3 bekommt den Fünfzylinder aus dem Audi TT RS. Ein Quattro-Antrieb überträgt die 340 PS auf alle vier Räder, damit wird er zu den schnellsten Kompakten im Land gehören. Man darf schon gespannt sein auf das Duell mit dem BMW 1er M Coupé, der im Mai 2011 auf den Markt kommt und dessen Biturbo-Reihensechser 340 PS leistet.

Kia ordnet in Genf seine Kleinwagenabteilung neu. Die Koreaner haben bereits erste Fotos vom Mini Der neue Kia Picanto in Genf veröffentlicht. Sie zeigen den Fünftürer, in Europa wird auch eine sportlicher ausgelegte dreitürige Variante angeboten. Zum Verkaufsstart im Mai gibt es einen 1,0-Liter-Benziner, der wahlweise mit manuellem oder automatischem Getriebe geordert werden kann. Eine Bi-Fuel-Version für Benzin und Autogas kommt ebenfalls. Auch die nächste Generation des Kleinwagens Rio steht in Genf, oben ist eine erste Skizze zu sehen. Der Rio soll länger, breiter und viel dynamischer werden als sein Vorgänger.

Mazda Minagi: Genf-Studie zeigt die Studie Minagi. Als fertiges Serienauto wird das kompakte Crossover-SUV voraussichtlich auf der IAA im September in Frankfurt zu sehen sein, um dann als CX-5 ab Anfang 2012 die Lücke unterhalb des größeren CX-7 zu schließen. Der Gegner von VW Tiguan und Ford Kuga soll als erster Mazda die neu entwickelten SKY-Motoren und Getriebe erhalten. Sie sollen – neben der von Mazda weiter forcierten Leichtbauweise und Start-Stopp-Systemen – für Verbrauchsvorteile sorgen. So arbeitet der neue SKY-Benziner mit einer Verdichtung von 14:1, wie sie sonst nur Dieselmotoren erreichen. Als Getriebe stehen neue Sechsgang-Automaten und -Handschalter zur Verfügung.

Mit der Studie Esflow macht Nissan Lust auf das Elektroauto. In der Genf-Studie ist der Antriebsstrang des Viertürers Leaf in ein Chassis aus Aluminium eingebaut, die Karosserie ist aus Verbundmaterialien gefertigt. In unter fünf Sekunden soll der Zweisitzer von null auf 100 km/h beschleunigen können. Die Lithium-Ionen-Batterien genügen laut Nissan für über 240 Kilometer Reichweite – wenn der Esflow denn gebaut wird. Eine Serienfertigung ist noch völlig offen.

Von Opel kommt das Zafira Tourer Concept nach Genf. Der Kompaktvan ist edel eingerichtet und sehr variabel. Das Serienmodell sehen wir im September zur IAA.

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Der Saab 9-5 SportCombi hat in Genf Premiere. Der schwedische Kombi kann ab April bestellt werden, erste Auslieferungen sind für September geplant. Der 527 bis 1600 Liter große Kofferraum ist über eine elektrisch öffnende Heckklappe zugänglich, die in mehreren Öffnungswinkeln programmiert werden kann. Geteilt umklappbare Rücksitzlehnen geben einen 1,96 Meter langen Laderaum frei. Die Seitenwände sind eben, eine u-förmige Schiene und Verrzurrösen helfen beim Ordnen der Ladung. Fächer unter dem Kofferraumboden und in den Seitenwänden nehmen kleinere Gegenstände auf. Das Motorenprogramm entspricht dem der Limousine

Subaru, seit 2005 Kooperationspartner von Toyota, schickt den auf dem Daihatsu Sirion basierenden Justy in Rente und zeigt in Genf den neuen Trezia. Der Mini-Van ist ein nur sehr behutsam veränderter Toyota Verso S. Auch der 3,99 Meter lange Su-baru wird entweder von einem Benziner mit 1,33 Liter Hubraum und 99 PS oder von einem 90-PS-Diesel in Bewegung gesetzt. Für den Selbstzünder geben die Japaner einen CO2-Ausstoß von 113 Gramm pro Kilometer an. Marktstart: März 2011.

Eine schöne Tradition sind in Genf die meist spektakulären Studien von Studie zum Genfer Autosalon 2011: Rinspeed Bamboo . Der Bamboo kommt bescheiden daher, erinner tin optik und Konzept an den  Citroën Méhari. Doch unter der Haube trommelt kein Zweizylinder-Boxer wie beim Original. Ein öko-korrekter Elektromotor treibt die Studie an.
Andreas Of/Klaus Uckrow

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