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VW: Verfahren wegen Sponsoring-Affäre des VfL Wolfsburg eingestellt

Bußgeld für fünf Beschuldigte

Geldstrafen und Sozialdienste: Das Verfahren aufgrund der Sponsoring-Affäre in Wolfsburg ist vorläufig beendet. Gegen fünf Beschuldigte gab es Sanktionen

Das Stuttgarter Landgericht hat einen Bericht der «Süddeutschen Zeitung» (Freitag) bestätigt: Das Korruptionsverfahren um millionenschwere Sponsoringverträge beim Fußballklub VfL Wolfsburg wurde vorläufig eingestellt.

Sponsoring-Affäre bei VW: Geldauflagen für fünf Beschuldigte

Die fünf Beschuldigten - zwei VW-Manager und drei ehemalige Mitarbeiter der Telekom - müssen demnach Geldauflagen zahlen. Über die Höhe konnten Gericht und Staatsanwaltschaft zunächst keine Angaben machen. Der «Süddeutschen Zeitung» zufolge liegen die Beträge zwischen 20.000 Euro und mehr als 100.000 Euro, hinzu kommen teils Sozialdienste in gemeinnützigen Einrichtungen. Sobald die Auflagen erfüllt sind, kann das Landgericht die Akten endgültig schließen.

Die Manager sollen versucht haben, einen Großauftrag von VW für die Telekom-Tochter T-Systems mit einem Sponsorvertrag der Telekom für den VfL Wolfsburg zu verquicken. Ein auslaufender Sponsorvertrag beim VW-Werksclub VfL sollte verlängert werden, damit sich T-Systems über Jahre um die Computersysteme des Autokonzerns kümmern könne. Die Telekom hatte den Fall damals angezeigt. Volkswagen soll sich mit der Staatsanwaltschaft dem Zeitungsbericht zufolge auf zwei Millionen Euro Bußgeld geeinigt haben, das sei auch die Bedingung für die Einstellung des Verfahrens. Die Staatsanwaltschaft konnte das ebenfalls noch nicht bestätigen.

Ein VW-Sprecher sagte auf Anfrage, dass das Verfahren noch immer nicht abgeschlossen sei. Daher wolle sich der Konzern nach wie vor zur Sache nicht äußern. Dass Lieferanten von Volkswagen auch Sponsoringverträge mit dem VfL Wolfsburg abschließen könnten, sei gelebte Praxis. Es bestehe nach wie vor kein Grund für eine Änderung.

dpa/az