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VW: Rückruf in USA

Sorgenfalten wegen Airbags

Zahlreiche Hersteller haben große Probleme mit Airbags, hauptsächlich durch Zulieferer Takata. Bislang wurde Deutschlands Autogigant VW verschont - doch diese Zeiten sind vorbei.

Der aktuell weltgrößte Autobauer Volkswagen blieb bislang von Problemen mit Takata-Airbags verschont - jetzt untersuchen aber auch die Wolfsburger in den USA einen Zwischenfall mit Zubehör des japanischen Herstellers. Bei einem VW Tiguan habe ein Seitenairbag ausgelöst und dabei seien Metallteile durch das Fahrzeug geschleudert worden, sagte ein VW-Sprecher auf Anfrage. Es sei aber niemand verletzt worden.

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Der Hersteller untersuche derzeit gemeinsam mit der US-Verkehrsaufsicht, ob das Problem auch in anderen Autos auftreten könne. "Bislang ist nur der eine Fall bekannt", so der Sprecher weiter. Volkswagen hatte zuletzt immer wieder betont, nicht von den bisherigen Fehlfunktionen bei Takata-Airbags betroffen zu sein: "Mit Frontairbags haben wir keine Probleme". Zahlreiche andere Autohersteller hatten überwiegend in den USA Millionen Fahrzeuge zurückrufen müssen, weil Airbags unvermittelt auslösen können. Dabei kann es zu einer gefährlichen Explosion kommen, bei der Teile der Metallverkleidung durch den Innenraum des Autos geschleudert werden. Bei solchen Zwischenfällen waren bereits Menschen gestorben oder verletzt worden.

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Bereits am Freitag hatte VW bekanntgegeben, dass in den USA 420.000 Autos zurück in die Werkstatt müssen. Probleme mit einer sogenannten Wickelfeder am Lenkrad könnten dazu führen, dass der Airbag bei einem Unfall nicht auslöse, ließ der Konzern verlautbaren. Ein solcher Fall sei aber bislang nicht bekannt. Unter anderem müssten Wagen aus den Modellreihen Golf, Passat, Jetta und Tiguan, die in den Jahren 2010 bis 2014 gebaut wurden, zurück in die Werkstätten. Im vergangenen Jahr verkaufte Volkswagen in den USA knapp 367.000 Autos.

Ob auch Autos in Deutschland und anderen Märkten von dem Problem betroffen sind, konnte der Sprecher zunächst nicht sagen. Bislang beziehe sich der Rückruf aber nur auf die USA. Die Probleme stünden auch nicht in Zusammenhang mit defekten Airbags des Zulieferers Takata, die in der Vergangenheit bei zahlreichen Herstellern zu Rückrufen geführt hatten.

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dpa/az