AUTO ZEITUNG.de Top-Galerien

News
Blog
Erlkönige
Ratgeber
Specials
Tests
Videos

Umfrage

Wer siegt im Neuheiten-Duell BMW gegen Mercedes?:

AUTO ZEITUNG Mobil

AUTO ZEITUNG Mobil

Für unterwegs: Das mobile Autoportal

Mit AUTO ZEITUNG Mobil haben Sie Neuheiten und Erlkönige immer griffbereit – auf Ihrem iPhone, iPod oder Android-Smartphone mehr

Soziale Netzwerke

VW Beetle soll in Europa aufholen

Mit Nostalgie gewinnen

Bild 1 / 11

Mehr Auto-News

Mit dem Beetle 2 will VW Nostalgiker gewinnen und dem Mini Marktanteile abgraben. Im Oktober kommt der Neo-Käfer auf den Markt

Berlin/Wolfsburg, 12. Juli 2011 – Was dem "Sohn" des Käfers nicht ganz gelang, soll der "Enkel" jetzt vollenden: Mit dem Beetle 2 will Volkswagen nicht nur in Nordamerika und China, sondern auch in Deutschland kräftig Marktanteile unter Auto-Nostalgikern gewinnen. "In den USA war der New Beetle ein großer Erfolg – in Europa war es eher bescheiden", räumte VW-Chef Martin Winterkorn am Montagabend in Berlin bei der Vorstellung des Nachfolgers ein.

VW Beetle 2: Nicht nur ein Nischenprodukt

Das soll sich aus Sicht der Wolfsburger bald ändern. Denn bei dem schlicht VW Beetle 2 genannten Modell geht es für den Konzern mitnichten nur um ein Nischenprodukt, das von PS-Fans mitunter als "Frauenauto" belächelt wird. Stattdessen ist vom "Herz der Marke" die Rede. Seine offizielle Weltpremiere hatte der Beetle 2 zwar schon im April – und sorgte vor allem auf der Automesse in Shanghai für Furore. Doch vor der Markteinführung im Oktober 2011 wollte es sich die Führungsriege um Winterkorn und Technik-Chef Ulrich Hackenberg nicht nehmen lassen, die jüngste Fassung noch einmal in Szene zu setzen.

Mehr Auto-Themen: Der kostenlose Newsletter der AUTO ZEITUNG

Die neu gestaltete Version des Beetle soll dem Retro-Flitzer auch auf dem deutschen Heimatmarkt zum Durchbruch verhelfen. Nach dem ersten Käfer-Spross, der 1998 sein Debüt gefeiert hatte, könnte – so das Kalkül der Designer – der Beetle 2 dank seines bulligeren Äußeren mehr "maskuline" Autofahrer für sich gewinnen. "Wir haben da einen Nerv getroffen", glaubt Winterkorn – er befürchtet allerdings nicht, dass die weibliche Anhängerschaft dadurch dezimiert werden könnte.

Mit dem Beetle 2 verbindet der Konzern neben allem Marken-Pathos auch ganz nüchterne Interessen. So soll sich das Auto vom Spaßmobil zum alltagstauglichen Gefährt wandeln, zugleich die Produktionstiefe an den ausländischen Standorte voranbringen sowie Zollvorteile ausschöpfen. "Es geht darum, mehr Wertschöpfung zu lokalisieren", betont Winterkorn. Bis zu 85 Prozent der Bauteile für das im mexikanischen Puebla hergestellte Auto kämen von örtlichen Zulieferern – für das auf Qualität erpichte Unternehmen eine grundsätzliche Herausforderung.

USA wichtigster Markt, China Nummer zwei

Abgesehen von den USA, wo VW vor kurzem sein neues Werk in Chattanooga (Bundesstaat Tennessee) eröffnete, ist der Käfer-Erbe auch für den Wachstumsmarkt Nummer eins – China – von einiger Bedeutung. Dort will Europas größter Autobauer in diesem Jahr mindestens acht bis zwölf Prozent mehr Fahrzeuge absetzen und bis 2015 mehr als zehn Milliarden Euro investieren. "Wir gehen nach wie vor davon aus, dass der Beetle seinen Hauptmarkt in Amerika haben wird. Aber Zweitmarkt wird China", ist Winterkorn überzeugt. Und in Europa? Eine direkte Kampfansage an die Konkurrenz will sich der VW-Cheflenker in Berlin zwar nicht abringen. Auf ein "Überholen" des zum Rivalen BMW gehörenden Mini angesprochen, geht Winterkorn vorsichtig in die Offensive: "Das kann passieren."