Neuer US-Crashtest 2012: Geringe Überlappung als Herausforderung

Echte Herausforderung

Mit einem neuen Crashtest bereitet die US-Behörde IIHS den Autobauern neues Kopfzerbrechen. Gut schneiden ein Schwede und ein Japaner ab

Es ist kein Geheimnis, dass moderne Autos von den Herstellern für ein möglichst gutes Verhalten in den gängigen Crashtests optimiert werden. Dabei stehen Autobauer, die ihre Produkte auf der ganzen Welt verkaufen wollen, vor größeren Herausforderungen – weil die Autos in ganz verschiedenen Unfall-Szenarien gut abschneiden müssen.

Neuer US-Crashtest: Herausforderung Geringe Überlappung

Als neue Herausforderung für die Autobauer wurde nun von der US-Behörde IIHS ein verschärfter Frontal-Crashtest entwickelt, bei dem die Fahrzeuge mit sehr geringer Überlappung auf ein starres Hindernis treffen. Die Geschwindigkeit beträgt dabei wie beim Euro NCAP-Crashtest 64 km/h, aber die wirkenden Kräfte müssen von einem deutlich kleineren Teil der Fahrzeugfront aufgenommen werden – das Übertragen der Energie auf die Crashstrukturen ist deutlich schwieriger zu realisieren.

Da beim europäischen Crashtest außerdem gegen ein deformierbares Hindernis gefahren wird, kommen selbst neue Fahrzeuge wie der BMW 3er beim jüngsten US-Test an ihre Grenzen und erhalten vom Insurance Institute for Highway Safety lediglich die Bewertung "Marginal", obwohl die Mittelklasse aus München im Euro NCAP-Test mit fünf von fünf Sternen glänzt.

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Besonders gut haben der Volvo S60 – siehe unten im Video – und der Acura TL das neue Szenario gemeistert, der Infiniti G37 bekam immerhin das Prädikat "Acceptable". Wie die Mittelklasse-Limousinen Audi A4, Lexus IS, Mercedes C-Klasse und VW CC abgeschnitten haben, sehen sie in unserer Bilderserie.
Benny Hiltscher