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Skoda: Roomster II lief schon vom Band

Sammlerstück statt Bestseller

Als das Aus beschlossen wurde, liefen die ersten Skoda Roomster II schon vom Band! Nun wird die zweite Generation zwar kein Bestseller, stattdessen winkt aber eine Karriere als Sammlerstück.

Bis Anfang Dezember glaubte offenbar nicht nur die Öffentlichkeit an den baldigen Marktstart des neuen Skoda Roomster (2016), auch die Tschechen selbst waren mit den Vorbereitungen weit fortgeschritten. Wie knapp der praktische Hochdachkombi am Marktstart vorbeigeschrammt ist, erfahren wir allerdings erst jetzt: Lukáš Mareš hat mit einer kleinen Collage bei Instagram enthüllt, dass die ersten Exemplare des neuen Skoda Roomster tatsächlich schon vom Band gelaufen sind. Rund 100 Stück wurden demnach in einer Vorserie gebaut, bevor die überraschende Entscheidung aus Wolfsburg kam und die zweite Generation des preiswerten Nutzwert-Riesen völlig unerwartet stoppte. Der Skoda Roomster II hätte dem aktuellen VW Caddy wie erwartet aus einigen Perspektiven zum Verwechseln ähnlich gesehen, nur die Front hätte sich relativ deutlich vom Original aus Wolfsburg unterschieden. Noch enger als beim Design wäre die Verwandtschaft in Sachen Technik ausgefallen, abgesehen von kleineren Unterschieden bei den angebotenen Motoren und Sonderausstattungen wäre der Roomster praktisch ein Caddy geworden.

Bildergalerie: Skodas SUV-Pläne und das Aus für den Roomster

Skoda-Modellpalette im Video:

 

Erste Skoda Roomster II liefen schon vom Band

Die extreme Nähe der beiden weitgehend identischen Fahrzeuge könnte einer der Hauptgründe für das späte Umschwenken der Entscheider in Wolfsburg gewesen sein. Gerade auf dem preissensiblen Nutzfahrzeug-Markt hätte der Skoda Roomster dem VW Caddy einige Kunden abspenstig machen können, was kaum im Interesse des Konzerns gewesen wäre. Dass nun ein offenbar fertig entwickeltes Fahrzeug nicht in den Handel kommt, sieht man offenbar als kleineres Übel – und all jene, die eines der rund 100 Exemplare des Skoda Roomster II ergattern können, dürfen sich über einen echten Exoten mit Seltenheitswert freuen. Offiziell begründet Skoda den Kurswechsel übrigens mit einer Konzentration auf den lukrativen SUV-Markt, den die Tschechen künftig nicht nur mit dem Yeti bespielen wollen. Um die angestrebten Stückzahlen auch bauen zu können, werde die Kapazität in den Werken vollständig benötigt. Welche Offroad-Pläne die VW-Tochter konkret verfolgt, erfahren Sie in unserer Bildergalerie. Mehr zum Thema: Skoda streicht den Roomster II.

Mehr zum Thema: Neuer Skoda Kodiak

Benny Hiltscher