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Renault Twizy: Feuerwehr Wuppertal setzt auf Elektro-Winzling

Agiler Helfer

Kein Aprilscherz: Die Feuerwehr Wuppertal setzt künftg auf den den Elektro-Winzling aus Frankreich, um im Stadtbereich schneller ans Ziel zu kommen

Feuerwehrautos sind groß, schwerfällig und haben nicht selten Probleme mit verstopften oder zugeparkten Straßen. Im Fall von Leiterwagen und anderen Löschfahrzeugen dürfte sich an dieser Situation in absehbarer Zeit wenig ändern, aber für schnelle Hilfe am Ort des Geschehens und eine erste professionelle Beurteilung der Lage können die Feuerwehr-Männer künftig auf deutlich agilere Fahrzeuge zurückgreifen.

Renault Twizy: Feuerwehr Wuppertal fährt Elektro-Winzling

Die Feuerwehr Wuppertal hat seit heute zwei Renault Twizy im Fuhrpark und will deren Leistungsfähigkeit zunächst ein Jahr lang erproben. Das nötige Equipment für die Bekämpfung von Kleinfeuern sowie zum Öffnen von Türen findet auch im Twizy genügend Platz, weshalb die benötigte Hilfe trotz einer Höchstgeschwindigkeit von "nur" 80 km/h deutlich schneller am Einsatzort sein kann als bisher. Außerdem kann die Twizy-Besatzung bei der Anfahrt Engstellen ausmachen und den Kollegen mit größeren Fahrzeugen andere Routen empfehlen.

Die Idee für den Feuerwehr-Twizy stammt übrigens nicht von Renault, sondern vom Lehrstuhl für Methoden der Sicherheitstechnik und Unfallforschung an der Bergischen Universität Wuppertal. Festgestellt wurde der Bedarf beim Blick auf die Statistik: Rund 80 Prozent der städtischen Feuerwehr-Einsätze behandeln Kleinbrände, Fehlalarme und Türöffnungen – ein perfektes Betätigungsfeld für einen wendigen Kleinstwagen wie den rein elektrisch angetriebenen Twizy.

Die Feuerwehr-Ausrüstung der beiden Wuppertaler Twizys umfasst neben Blaulicht und Martinshorn auch eine stabile Heckbox mit Löschspray, Gasmeßgerät, Geräten zum Öffnen von Türen, tragbaren Funkgeräten, Knickkopflampe und Sprühkreide.

Benny Hiltscher