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Extremer Renault Espace F1 20 Jahre alt

Einzelstück mit 810 PS

Noch nie war Papi so schnell beim Kindergarten oder an der Schule wie mit dem Renault Espace F1. Vor 20 Jahren ließ Renault das 810-PS-starke Einzelstück mit Formel-1-Motor im Heck bauen. Mit ihm läuft Papi zur Höchstform auf.

Der Renault Espace war in den 1990er-Jahren ein vollverglastes, höchstpraktisches, aber ebenso biederes Auto. Eben ein Familienvan, der zuverlässig die Kleinen von A nach B, also von zuhause zur Schule, und zurück kutschieren sollte. Dynamik? War aus dem Vokabular der Entwickler des Espace gestrichen. Bis zum zehnten Geburtstag der Baureihe: Vor rund 20 Jahren durften die Ingenieure von Matra – Entwickler und Erbauer der ersten drei Baureihen des Renault Espace – die Sau rauslassen. Fans des gemütlichen Renault Espace sollten an dieser Stelle aufhören zu lesen und sich wieder dem Rotwein widmen. Denn Matra beließ es beim Renault Espace F1 nicht etwa beim frisierten Serienmotor. Nein, es musste schon ein Formel-1-Motor mit 810 PS sein. Das im Heck verbaute, in keiner Weise schallisolierte V10-Kraftpaket schöpft seine Kraft aus 3,5 Litern Hubraum und befeuert damit den Renault Espace F1 in 2,8 Sekunden auf Tempo 100.

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Eine Serienfertigung war nie geplant

Während der Serien-Espace an diesem Zeitpunkt erst gemütlich in den zweiten Gang schaukelt, knallt der Renault Espace F1 bereits Augenblicke später durch die 200er Schallmauer. 6,9 Sekunden sind vergangen. Theoretisch ginge diese Beschleunigungsorgie bis brutale 300 km/h weiter, das weiß aber die vergleichsweise ungünstige Aerodynamik zu verhindern. Außerdem: Welcher Papi fährt schon mit Tempo 300 zum Kindergarten? Na also. Daher war auch eine Serienfertigung nie geplant, sogar unmöglich. Der V10 wird von außerhalb gestartet, erhitzt den Innenraum spielend auf 60 Grad und mehr und brüllt mit ohrenbetäubender Lautstärke. Über 300.000 Stück der zweiten Generation des Renault Espace baute Matra, aber nur einen vom Renault Espace F1.

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Alexander Koch