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Abgas-Skandal: Durchsuchung bei Renault

Razzia bei Renault

Razzia bei Renault! Ermittler haben vor dem Hintergrund des Abgas-Skandals bei Renault Büros durchsucht und Computer beschlagnahmt. Französische Umweltministerin Ségolène Royal: Keine Betrugssoftware gefunden.

Frankreich hat beim Autohersteller Renault und mehreren nicht-französischen Marken die Überschreitung von Abgas-Normen bei Dieselfahrzeugen festgestellt. Es geht um die Werte für Kohlendioxid und Stickoxid, wie Umweltministerin Ségolène Royal am Donnerstag in Paris bekanntgab. Renault habe akzeptiert, kommende Woche vor einer Kommission Lösungen vorzuschlagen. Es sei bei Renault aber anders als bei Fahrzeugen von Volkswagen keine Betrugssoftware gefunden worden, erläuterte Royal nach Angaben der französischen Nachrichtenagentur AFP. Die französische Regierung hatte nach der VW-Abgasaffäre stichprobenartige Tests bei 100 Fahrzeugen angeordnet. Volkswagen hatte mit Hilfe einer Software Abgastests bei Dieselfahrzeugen manipuliert. Vor Royals Pressekonferenz waren am Donnerstag Durchsuchungen der Wettbewerbs- und Anti-Betrugsbehörde des Wirtschaftsministeriums bei Renault bekanntgeworden.

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Aktien brachen nach Renault-Razzia ein

Bei denen hatten Ermittler Renault Büros durchsucht und Computer beschlagnahmt, wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung berichtete. Vor dem Hintergrund des Abgas-Skandals sollen mit der Razzia Emissionstests von Renault-Modellen überprüft werden. Hinter der Durchsuchung stand das französischen Wirtschaftsministeriums. Die Nachricht sorgte auch an der Börse für Aufruhr: Die Aktien von Renault brachen Donnerstagmittag zwischenzeitlich um bis zu 23 Prozent ein, mittlerweile hat sich die Lage aber wieder beruhigt. Renault hat die Durchsuchungen bestätigt. Zugleich wiesen die Franzosen darauf hin, dass bei Renault keine manipulierende Software gefunden worden sei. Bei Abgastests von Renault-Modellen hatten sich zuvor jedoch teils starke Abweichungen von angegebenen Abgas- und Verbrauchswerte gezeigt.

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Alexander Koch/dpa