12.07.2012
Porsche steuert auf Rekordjahr zu - doch aus Brüssel droht Ärger
Wettbewerbsverzerrung in Leipzig?
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Porsche steuert auf ein Rekordjahr zu - doch es droht Ärger
Die EU-Kommission zieht bei den staatlichen Beihilfen für das Porsche-Werk Leipzig Wettbewerbsverzerrung in Betracht © Getty Images
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Porsche verzeichnet seit Monaten Bestwerte. Die Stuttgarter steuern trotz der Eurokrise auf ein neues Rekordjahr zu. Nun droht jedoch Ungemach aus Brüssel
Der Sportwagenbauer Porsche steuert auf ein Rekordjahr zu. Mit 69.171 verkauften Fahrzeugen weltweit im ersten Halbjahr 2012 lieferte der Autobauer 14,0 Prozent mehr Sportwagen an Kunden aus als im Vorjahreszeitraum, wie die Porsche AG am Mittwoch berichtete. Im Juni steigerten die Stuttgarter ihre Auslieferungen sogar um 18,9 Prozent auf 12.699 Autos.
"Porsche hat im ersten Halbjahr seinen Wachstumskurs erfolgreich fortgesetzt. Doch auch wir können uns nicht von der Gesamtwirtschaft abkoppeln", sagte Vertriebsvorstand Bernhard Maier. Der Hersteller bleibe besonders mit Blick auf den europäischen Wirtschaftsraum wachsam, ist aber trotz der Schuldenkrise optimistisch: "Aktuell planen wir für 2012 dennoch ein zweistelliges Wachstum."
EU prüft Beihilfen für das Porsche-Werk in Leipzig
Erfolgreichste Baureihe im ersten Halbjahr war die Geländelimousine Cayenne - mit 34.727 verkauften Fahrzeugen und einem Plus von 15,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.
Ungemach könnte Porsche indes aus Brüssel drohen. Die EU-Kommission kündigte am Mittwoch an, staatliche Beihilfen für das Werk des Sportwagenbauers in Leipzig zu prüfen. Für das einzige ostdeutsche Porsche-Werk ist ein staatliche Geldspritze von 43,67 Millionen Euro vorgesehen.
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Die Behörde untersucht nun unter anderem, ob die Wettbewerbsverzerrung zugunsten von Volkswagen-Porsche zumutbar ist oder ob dadurch andere Hersteller unangemessen benachteiligt werden.
Volkswagen hatte vor einer Woche angekündigt, die monatelange Hängepartie um das weitere Vorgehen bei Porsche durch die Übernahme der übrigen 50,1 Prozent des operativen Sportwagengeschäfts der Stuttgarter zu beenden. 49,9 Prozent gehören den Wolfsburgern schon. Wohl bereits zum 1. August will VW die noch fehlenden Aktien erwerben. Dafür zahlt der Autobauer rund 4,46 Milliarden Euro in bar.
dpa/az






















