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Porsche 928 von 1982 mit Turbinenantrieb

Boeing-Turbine leistet 350 PS

Ein Porsche 928 als Flammenwerfer, möglich gemacht durch die Turbine eines Hubschraubes aus dem Vietnam-Krieg. Ein solches Kuriosum wurde kurze Zeit bei eBay zum Verkauf angeboten.

Wie oft haben Sie schon die Bezeichnung "Flammenwerfer" in einer eBay-Beschreibung gelesen? Vor allem in der Rubrik Autos? In diesem speziellen Fall bezieht sich der Verkäufer aber tatsächlich auf ein feuerspuckendes Auto. Der dort inserierte Porsche 928 ist unter seiner Haube doch tatsächlich mit einer Boeing-T50-Turbine ausgerüstet. Das 350-PS-Gerät stammt ursprünglich aus einem alten US-Helikopter des Vietnam-Kriegs und hat danach irgendwie seinen Weg in den 1982er Sportwagen gefunden. Da so ein Porsche nicht dieselebe Kühlung wie ein Heli aufweisen kann, entwickeln sich beim Start des Nachbrenners gerne mal Temperaturen von bis zu 571 Grad Celsius.

Bildergalerie: Porsche mit Turbine im Netz

Porsche 928 mit Hubschrauber-Düse als Antrieb

Die Hitze des bewusst verbannten Treibstoffs entlädt sich dann mittels zwei Lüftungsröhren in der Motorhaube – die Ursache für die spektakulären Flammensäulen. Für den täglichen Gebrauch ist das Geschoss aber nur bedingt geeignet. Die Lautstärkeentwicklung bei Einsatz ist mit 130 Dezibel auf dem Niveau eines startenden Düsenjets. Das setzt eine wohlmeinende Nachbarschaft voraus. Und ein dickes Portemonnaie, denn der 928 säuft auf eine Meile 17 Liter Flugzeugbenzin. 

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Julian Islinger