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Peugeot: Elektroauto für CO2-Ziele nicht geplant

CO2-Ziele ohne E-Autos

Der neue Peugeot Chef Carlos Tavares will in dem angeschlagenen Unternehmen das Geld zusammenhalten und verzichtet vorerst auf eine Offensive mit Elektroautos.

"Elektromobilität hat keine Priorität", sagte er am Dienstag auf dem Genfer Autosalon. Die strengen CO2-Grenzwerte der Europäischen Union von 95 Gramm je Kilometer könne der PSA-Konzern 2021 auch ohne solche Modelle erreichen. Schon heute stoße etwa der neue Peugeot 308 dank effizienter Motoren lediglich 82 Gramm aus.

PEUGEOT: E-AUTOS AUF DIE WARTELISTE GESCHOBEN

Zunächst muss Tavares den Konzern aus den roten Zahlen führen. Mitte April will er seine Pläne vorlegen, 2016 soll PSA wieder aus eigener Kraft Geld verdienen. Zuletzt fuhren die Franzosen Milliarden-Verluste ein, was ihre Rücklagen schmelzen ließ. Mit dem Einstieg des chinesischen Autobauers Dongfeng und des französischen Staats über eine drei Milliarden Euro schwere Kapitalerhöhung holt sich der Konzern nun frisches Geld in die Kasse.

Um mit den Milliarden möglichst viel zu bewegen, setzt der frühere Renault und Nissan-Manager auf Zusammenarbeit mit anderen Herstellern. "In meinen 33 Jahren in der Autoindustrie ging es viel um Kooperationen", sagte er. Diese seien angesichts hoher Forschungsausgaben überaus wichtig. Mit dem US-Hersteller General Motors und dessen Tochter Opel arbeitet PSA bereits zusammen, mit Dongfeng soll ebenfalls geteilt werden.

Tavares hält weitere Restrukturierungen nach 2016 für möglich. Dann läuft der mit den Gewerkschaften ausgehandelte Pakt aus. "Was aber danach kommt, hängt davon ab, wie sich 2016 unsere Lage darstellt", sagte Tavares dem "Handelsblatt" (Dienstag). Die Gewerkschaften hatten Ende April grünes Licht für das Aus des Werks Aulnay bei Paris bis Ende 2014 gegeben und dem Sparpaket zugestimmt, durch das insgesamt 8000 Stellen wegfallen sollen

dpa/az