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Neuer Saab 9-3: Produktion vorerst unterbrochen

Finanzieller Engpass in Schweden

Nach dem Neuanfang im Dezember gibt es für die Neuauflage von Saab einen Rückschlag. Aufgrund finanzieller Schwierigkeiten muss die Produktion in Schweden gestoppt werden

Sechs Monate, nachdem die Bänder im Hause Saab wieder laufen und die Produktion des neuen Saab 9-3 begonnen hat, ist erstmal wieder Stillstand angesagt. Das Konsortium National Electric Vehicle Sweden (Nevs), seit 2012 Saab-Eigner, kündigte einen «kurzzeitigen Stopp der Produktion» wegen Liquiditätsproblemen an.

Saab: Produktion aufgrund fehlenden Kapitals eingestellt

Verantwortlich macht das Konsortium dafür einen Anteilseigner, der seiner vertraglichen Pflicht zur Finanzierung des Unternehmens nicht nachgekommen sei. Der Haupteigner National Modern Energy Holdings habe sich daher entschlossen, die Finanzierung allein zu übernehmen, kurzfristig aber nicht genügend Kapital zusammenbekommen. Um den Engpass zu überbrücken, werde die Produktion der bislang sechs Autos pro Tag angehalten.

Nevs will zusammen mit Partnern eine neue Plattform entwickeln, die Basis für künftige Automodelle sein soll. Dafür sei ein Rahmenvertrag mit einem «großen internationalen Erstausrüster» geschlossen worden, hieß es. Mit einem weiteren Erstausrüster liefen Verhandlungen, auch über eine mögliche Beteiligung. Saab gehörte bis 2010 zu General Motors und wurde dann vom Sportwagenbauer Spyker übernommen. Ende 2011 beantragte Saab Insolvenz. Mitte 2012 ging die Marke an das chinesisch-japanische Konsortium. Anfang Dezember rollten im schwedischen Trollhättan wieder die ersten Autos basierend auf dem Saab-Model 9-3 vom Band.

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dpa/az