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Thema: Alles über Kältemittel

Kältemittel R1234yf: Mercedes lehnt Chemikalie wegen Brandgefahr ab

Keine Verwendung für Klimaanlagen

Kältemittel R1234yf: Mercedes verzichtet auf die umstrittene Chemikalie. Bei Tests unter realistischen Bedingungen hat der Autobauer eine Brandgefahr ermittelt

Mercedes wird seine Modelle nicht mit dem umstrittenen Kältemittel R1234yf für Fahrzeugklimaanlagen befüllen. Der Hersteller aus Stuttgart hält die Chemikalie für zu gefährlich (zu Recht? Hier geht's zur Umfrage...).

Kältemittel R1234yf: Mercedes ermittelt Brandgefahr

Unternehmenseigene Tests unter realistischen Bedingungen hätten gezeigt, dass es nach einem Unfall auf heiße Fahrzeugteile im Motorraum gelangen und sich entzünden könne, sagte Pressesprecher Matthias Brock. "Das ist mit unseren Sicherheitsmaßstäben nicht vereinbar." Auf die von R1234yf ausgehende Brandgefahr hatte in der Vergangenheit unter anderem schon die Deutsche Umwelthilfe aufmerksam gemacht.

Statt R1234yf will Mercedes nach eigenen Angaben weiterhin das klimaschädliche, aber nicht entzündliche Tetrafluorethan (R134a) einsetzen. Das gilt laut Brock auch für die Daimler-Marke Smart. "Es ist eine Übergangslösung, wir suchen nach alternativen Kältemitteln." Die EU verbietet ab dem 1. Januar 2013 den Einsatz des Kältemittels R134a für Fahrzeuge mit Typzulassung nach dem 1. Januar 2011. "Wir befinden uns in Gesprächen mit den Behörden, um R134a weiter verwenden zu können, und sind zuversichtlich", erklärte Brock.

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Der Verband der Automobilindustrie (VDA) hatte 2010 entschieden, dass R1234yf der neue Standard als Ersatz für das alte Kältemittel Tetrafluorethan in Autoklimaanlagen werden soll. Über diese Vorgabe setzt sich Daimler nun hinweg.
dpa/az