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Airscarf: Mercedes beendet Patent-Streit

Mercedes beendet Airscarf-Ärger

Mercedes darf ab sofort das Nackenwärmer-System Airscarf wieder bewerben und verkaufen. Der Stuttgarter Autobauer hatte zuvor einen Patent-Streit verloren, der ihm untersagte seine Cabrios mit dem Airscarf auszuliefern.

Update: Der Patent-Streit zwischen Mercedes und dem Lizenzinhaber des Airscarf ist beigelegt: Alle Cabrios des schwäbischen Autoherstellers dürfen ab sofort wieder mit dem Nackenwärmer ausgestattet werden. Auch bereits ausgelieferte Fahrzeuge, deren Airscarf abgeschaltet wurde, können ihre Nackenwärmer jetzt wieder in Betrieb nehmen. Durch die Auseinandersetzung war nicht nur der Marktstart des Mercedes C-Klasse Cabrio  in Gefahr, auch alle anderen Modelle mit dem Airscarf durften weder beworben noch verkauft werden. Zuletzt stoppte Mercedes im Mai 2016 die Auslieferung aller Cabrio-Modelle mit dem Airscarf aufgrund eines verlorenen Patent-Streits um den Nackenwärmer. Eine Patentverwertungsfirma hatte in mehreren Instanzen gegen Daimler geklagt und schließlich vor dem Bundesgerichtshof in Karlsruhe Recht bekommen. Die Folgen für den Autobauer wären dramatisch gewesen: Nicht nur der Marktstart des Mercedes C-Klasse Cabrio hätte sich verzögert, auch alle übrigen Modelle mit dem 2004 eingeführten und zunächst nur für den SLK erhältlichen Airscarf hätten nach damaligem Stand weder beworben noch verkauft werden dürfen. Betroffen wären folglich auch die jüngst aufgefrischten Roadster Mercedes SLC und SL sowie das ebenfalls brandneue Mercedes S-Klasse Cabrio gewesen. Da die Schwaben den Airscarf für alle offenen Modelle anbieten, stand hinter sämtlichen Cabriolet-Auslieferungsterminen bis zu diesem Zeitpunkt ein großes Fragezeichen. Ausgeliefert werden durften nur noch Fahrzeuge, die bereits vor dem 9. Mai 2016 vollständig bezahlt waren. Besitzer von Mercedes-Modellen mit Airscarf mussten sich jedoch keine Sorgen machen: Ein Rückruf war nicht notwendig, alle ausgelieferten Cabrios und Roadster durften den Airscarf in gewohnter Art und Weise nutzen.

Bildergalerie: Mercedes-Cabrios und Roadster mit Airscarf

Mercedes darf Airscarf-Nackenwärmer wieder verkaufen und bewerben

Die Sonderausstattung Airscarf bläst über eine Öffnung im Bereich der Kopfstütze warme Luft auf Nacken und Hals der Insassen und sorgt so für ein angenehm-wärmendes Gefühl. Gerade bei etwas kühleren Temperaturen am Morgen oder Abend wird so manche Fahrt mit offenem Verdeck möglich, an die ohne Airscarf nicht zu denken wäre. Nach der Weltpremiere im Mercedes SLK von 2004 haben die Stuttgarter die Technik Schritt für Schritt auf ihre komplette Cabrio-Palette ausgeweitet und in den letzten Jahren hunderttausendfach verkauft. Ob auch andere Autobauer wie Audi oder BMW, die für ausgewählte Modelle ganz ähnliche Systeme wie den Mercedes Airscarf anbieten, von den Streitigkeiten mit der Patentverwertungsfirma betroffen sind, ist derzeit noch unklar.

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Lena Reuß, Benny Hiltscher