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Mazda MX-5: Tuning von Flyin' Miata

Bis zu 532 PS im kleinen MX-5

US-Tuningschmieder Flyin' Miata hat den ehrgeizigen Plan, in den kleinen Mazda MX-5 einen dicken V8 zu verpflanzen. Erste Versuche klappten bereits, sodass im Herbst schon bis zu 532 PS im Japan-Roadster mächtig Alarm machen.

Flyin' Miata macht mit dem neuesten Projekt seinem Namen alle Ehre. Die Tuningfirma aus Colorado (USA) möchte nämlich dem Mazda MX-5 zur V8-Power verhelfen. Verrückt, wahnwitzig und abgedreht? Mag sein, aber dafür lieben wir die Amis ja schließlich auch. Dass der kleine Mazda MX-5, von Hause aus nur mit Vierzylinder und Sauger zu haben, überhaupt einen V8 aufnehmen kann, ist kaum zu glauben. Doch einen V8-Testballon konnten die Tuningprofis von Flyin' Miata tatsächlich im Motorraum des Mazda MX-5 unterbringen. Dabei beschränkte sich von Beginn an die Auswahl auf einen V8 von Chevrolet, entweder der des Typs LS3 oder LT1. Der Grund? Flyin' Miata möchte nur fabrikneue Motoren für ihre Umbauten verwenden und hat mit den V8 von Chevrolet offenbar gute Erfahrungen gemacht. "Sie sind kompakt, kraftvoll und ihr Geld wert", heißt es auf der Firmen-Homepage. Für den ersten seriösen Test verbauten die Tuner schließlich den LS3-V8. Ein 6,2 Liter großer Motor mit einer Leistungsspanne, die von 436 PS bis 532 PS reicht.

Bildergalerie starten: Flyin' Miata verpflanzt V8-Power in den MX-5

Über 500 Newtonmeter im kleinen Mazda

Schon in der kleinsten Ausgabe leistet der V8 deftige 575 Newtonmeter maximales Drehmoment, stemmt aber auch samt neuer Tremec-T56-Magnum-Kupplung über 100 Kilogramm mehr auf die MX-5-Waage. Flyin' Miatas Ziel lautet, den V8-Umbau im MX-5 wie ab Werk aussehen zu lassen. Doch nicht nur deswegen erfordert der Big Block im Mazda große Anpassungsarbeiten am Chassis, beispielsweise zig Verstärkungen für die mehr als verdoppelte Motorleistung. Darüber hinaus benötigen auch Fahrwerk, Bremsen, Einspritzanlage und Kühlsystem eine erhebliche Überarbeitung. Bis all das geschehen ist, vergeht noch eine Menge Zeit. Flyin' Miata schätzt, dass der dicke V8-MX-5 im Herbst 2016 fertig sein wird. Für Umbaukosten von rund 50.000 US-Dollar (rund 44.000 Euro) erhalten die Tuningspezis dann einen Brutalo-Roadster, der voraussichtlich in unter vier Sekunden auf Tempo 100 galoppiert, um nicht zu sagen: fliegt.

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Alexander Koch