Möchten Sie auf die mobile Seite wechseln?

JA NEIN

Jeremy Clarksons Top-Ten-Cars

Clarksons Lieblingsautos

Wenn Jeremy Clarkson Autos vorstellt, schaut die Welt genau hin. Der ehemalige Top Gear-Moderator ist einer der profiliertesten Auto-Journalisten weltweit. Seine Stimme hat Gewicht. Die von ihm veröffentlichte Top Ten lässt aufhorchen, denn sie hält echte Überraschungen bereit.

Jeremy Clarkson ist ein Gott. Zumindest im automobilen Bereich. Seine Meinung wird von Fans weltweit aufgeschnappt. Sein Urteil über ein Auto kommt fast dem Daumen des römischen Kaisers im Kolosseum gleich, er entscheidet über Wohl und Wehe. Im Folgenden wollen wir uns nur mit dem Wohl beschäftigen, denn Clarkson hat eine Top Ten seiner Lieblingsautos veröffentlicht und die ist anders zusammengesetzt, als man meine könnte. Die Überraschung bildet ganz sicher ein deutsches Auto, das hier niemand erwartet hat. Der PS-Liebhaber hat die zehn Kandidaten allerdings nicht von eins bis zehn gewichtet, die Reihenfolge ist willkürlich. Dennoch startet die Liste mit einem echten Supersportler, nämlich dem Ferrari 488 GTB. Der hat 670 PS, was in Kombination mit den 760 Newtonmeter maximales Drehmoment für eine Endgeschwindigkeit von über 330 km/h sorgt. Darüber hinaus ist er natürlich auch eine echte Augenweide. Ein weiterer italienischer Supersportler ist der Lamborghini Aventador. 700 PS, 690 Newtonmeter Drehmoment und eine Top Speed von 350 km/h stehen für sich und gefallen Clarkson natürlich. Dafür lässt er nach eigenem Bekunden sogar eine McLaren P1 stehen, denn: "Wenn Ihr Euch entscheiden müsst zwischen einem cleveren Roboter oder einem verdammten Brontosaurus, welchen würdet Ihr nehmen?"

Bildergalerie: Clarksons Top Ten

Diese Autos findet Jeremy Clarkson am schlechtesten (Video):

 

Jeremy Clarksons Lieblinge: Ferrari, Lamborghini und Opel

Mit solchen Boliden kann der BMW M2 zwar leistungstechnisch nicht mithalten (370 PS, 500 Newtonmeter Drehmoment, 250 km/h Spitze), aber Jeremy Clarkson lobt unter anderem die sehr präzise Lenkung. Der nächste in der Liste ist wieder ein deutscher Vertreter und sicherlich die größte Überraschung im Feld. Die Rede ist vom Opel Zafira Tourer 1.6 CDTi Tech Line, der in England natürlich das "Opel" durch "Vauxhall" ersetzt. Ja, richtig gelesen, ein Opel reiht sich ein zwischen Ferrari, Lamborghini und Co. Und nicht nur das: Clarkson ist auch voll des Lobes für den Rüsselsheimer, indem er ihn das komfortabelste Auto der Welt nennt. Wenn das kein Ritterschlag ist! Platz und Komfort und nebenbei auch noch 224 PS haben sicherlich auch den Volvo XC90 D5 AWD in seine Liste gespült und ein Mustang darf sowieso in keiner anständigen Sammlung fehlen. In diesem Fall hat sich Clarkson den Ford Mustang Fastback 5.0 V8 GT ausgeschaut, der mit bis zu 450 PS und 515 Newtonmeter PS ebenfalls Clarksons Hunger nach Leistung zu stillen vermag.

Mehr zum Thema: Basteln statt Top Gear?

Italiener und Deutsche stehen in Clarksons Gunst

Etwas weniger feurig, aber deswegen keinesfalls ein Durchschnittswagen ist der zweite Ford in der Liste, der Ford Focus RS. Mit 305 PS, 440 Newtonmeter Drehmoment und einer Höchstgeschwindigkeit von 263 km/h muss er sich nicht verstecken. Vor allem scheint es Clarkson das Kurvenverhalten angetan zu haben. Keine Überraschung auf der Liste ist der Mercedes-AMG GT S. Clarkson ist ein echter Fan dieses "modernen Muscle Cars", wie er es nennt und bekennt, dass das Raue an diesem Wagen ihn besonders fasziniert. Der GT S hat 510 PS, 650 Newtonmeter Drehmoment und eine Spitzengeschwindigkeit von 310 km/h. Mit sprichwörtlicher Leichtigkeit schafft es ein weiterer Italiener auf die Liste. Am Alfa Romeo 4C Coupé fasziniert Clarkson vor allem das Gewicht. Nur 1020 Kilogramm wiegt der Alfa und hat dabei so viel Grip, dass man vor einer Kurve deutlich später bremsen muss. Die 241 PS und eine Höchstgeschwindigkeit von knapp 260 km/h tun ihr Übriges um Leistungsfanatiker Clarkson zufrieden zu stellen.

Mehr zum Thema: Erste Fotos vom Setting der "Grand Tour"

Lamborghini statt McLaren – Leidenschaft vs Patriotismus

Neben all diesen Deutschen und Italienern auf der Liste darf ein Japaner nicht fehlen und so beschließt der Mazda MX-5 2.0 Sport Recaro die Top Ten. An ihm gefällt Clarkson die Agilität, die die fehlende Leistung locker wieder ausgleichen kann. Auch für diesen Underdog hat er lobende Worte und nennt ihn "ein Heilmittel gegen Depressionen", was nur bedeuten kann, dass es sehr viel Spaß machen muss, diesen Wagen zu fahren. Da reichen dann auch locker die 160 PS und 200 Newtonmeter Drehmoment, die den MX-5 auf bis zu 214 km/h beschleunigen.

Mehr zum Thema: Top Gear langweilt The Grand Tour

Michael Strathmann