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Infiniti Q50 Eau Rouge: Topmodell wahrscheinlich

Power-Limousine geplant

Die Hoffnung auf die Performance-Limousine Infiniti Q50 Eau Rouge erhält neues Leben. Nissans Tochter plant einen Vorzeige-Sportler, der positiv auf die Marke abstrahlt.

Als Infiniti verkündete, dass das Projekt Q50 Eau Rouge erstmal eingestampft wird, sorgte diese Meldung bei zahlreichen Auto-Fans weltweit für herbe Enttäuschung. Neuen Informationen zufolge ist Nissans Premium-Tochter von dieser Entscheidung abgerückt und spielt nun wieder mit dem Gedanken, die Hochleistungs-Limousine Infiniti Q50 Eau Rouge Concept einer Serienreife zu unterziehen. Dies macht der Chef der Marke, Roland Krüger, gegenüber der britischen "Auto Express" deutlich. Der seit Januar 2015 die Geschicke leitende Deutsche sprach am Rande einer Präsentation über die Pläne der japanischen Marke, die deutschen Hersteller auch in Europa bei den Verkaufszahlen zu attackieren. "Jede Premium-Marke, die ambitionierte Absatzpläne hegt, benötigt ein Modell, das Kraft und Leistung symbolisiert und sich diesbezüglich von übrigen Autos der Angebotspalette abhebt", sagte der ehemalige Vertriebschef von BMW.

Bildergalerie: Infiniti Q50 Eau Rouge Concept

Infiniti Q50 Eau Rouge als Bonus, Q30 als Hauptgeschäft

Priorität haben laut Krüger jedoch erstmal Volumenmodelle wie der Infiniti Q30. Nach der neuen Kompaktklasse folgt das ambitionierte Mittelklasse-Coupé Q60, das die Japaner im Jahr 2017 an den Start bringen werden. Die Topversion dieses Neulings trägt einen 3,0-Liter-V6 mit über 400 PS – mit diesem potenten Antrieb könnte dann auch der viertürige Q50 an den Start gehen. Das Projekt Infiniti Q50 Eau Rouge wurde vom ehemaligen Vorstandsboss der Marke, Johan de Nysschen, ins Leben gerufen. Der Niederländer wechselte jedoch im vergangenen Jahr zu Cadillac, woraufhin das Projekt im Hause Infiniti als gescheitert galt. Als Grund wurden damals zu hohe Produktionskosten für eine Serienumsetzung des Concept Cars genannt.

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Wie Nachfolger Krüger nun formuliert, könne sich das Unternehmen auch vorstellen, mit einer Performance-Sparte den Kampf gegen renommierte Sportler von Mercedes-AMG, BMW M GmbH und mehr aufzunehmen. Schließlich könnte das Potenzial dank der Muttermarke Nissan mit Nismo schlechter sein. Bei seinem Amtsantritt sprach Krüger davon, dass Infiniti "großes Potenzial habe, auf dem deutschen Markt ein Top-Player zu werden".  Arbeit wartet auf den speziell hierzulande noch nicht allzu bekannten Hersteller viel: "Wir sind immer noch ein sehr kleines Unternehmen, verglichen mit unseren Wettbewerbern und müssen unseren richtigen Weg erst noch finden", so Krüger weiter.

Autokatalog: Zur Modellübersicht Infiniti Q50

Patrick Freiwah