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HafenCity Riverbus: Schwimmbus

Auf Stadttour mit dem Schwimmbus

Der HafenCity Riverbus (Hamburger Schwimmbus) kommt. Viele Hürden mussten genommen werden, aber nach 60 Testfahrten war auch die Hamburg Port Authority (HPA) überzeugt. Jetzt darf das Unternehmen HafenCity Riverbus mit seinem Amphibienfahrzeug durchstarten.

Der HafenCity Riverbus kommt gefahren. Und auch geschwommen. Stellen Sie sich vor, Sie schauen von der Elbpromenade in den Hafen und plötzlich schwimmt ein Personenbus durchs Bild. Was erst wahlweise wie ein schlechter Witz oder ein schwerer Verkehrsunfall klingt, ist keins von beiden. Vielmehr hat sich das Hamburger Unternehmen HafenCity Riverbus die Genehmigung der HPA (Hamburg Port Authority) eingeholt und wird bald hochoffiziell seinen Amphibienbus zur Personenförderung durchs Hafenbecken steuern. Der Hamburger Bus wurde in Ungarn gebaut und bietet Platz für 36 Gäste und drei Besatzungsmitglieder. An Land fährt er bis zu 65 km/h schnell, im Wasser sind es ca. 8 Knoten, was in etwa 15 km/h entspricht. Unter normalen Umständen reicht das für den HafenCity Riverbus, um die bestehende Strömung zu überwinden. Die Testschwimmläufe zwischen Hafencity und Landungsbrücken wurden bereits zur Gänze absolviert, insgesamt wurden 60 Fahrten unternommen. Dabei kam es des Öfteren vor, dass besorgte Spaziergänge die Polizei benachrichtigten, weil sie von einem Unfall ausgingen. Im Linienbetrieb soll der HafenCity Riverbus am Internationalen maritimen Museum – zunächst noch an Land – starten, um dann in Entenwerder das Element wechseln und durch die Elbe zu den Landungsbrücken zurückzuschwimmen.

Bildergalerie: Der erste Hamburger Schwimmbus

Erste Hafencity Riverbus-Tour Mitte April

Alle bürokratischen Hürden sind für den HafenCity Riverbus mittlerweile genommen und auch die Rampe in Entenwerder ist mittlerweile lang genug, damit der Amphibienbus tidenunabhängig das Medium wechseln kann. Zwei Jets dienen dabei als Ruder. Diese können geschwenkt werden, was den Bus extrem wendig macht. Auch größere Wellen sind kein Problem, da alles, was schwer ist, sich im unteren Drittel des Busses befindet. Dieser tiefe Schwerpunkt stabilisiert das Gefährt. Die Kosten für die Entwicklung und Umsetzung der Idee belaufen sich bis jetzt auf etwa eine Million Euro. Die gesamte Tour wird etwa 80 Minuten dauern, davon 45 Minuten an Land und 35 im Wasser. Erwachsene werden voraussichtlich zwischen 25 und 30 Euro für diese besondere Hafenrundfahrt zahlen. Schwimmende Busse sind bereits seit Längerem in mehreren europäischen Städten im Einsatz, zum Beispiel in Amsterdam. Liverpool hatte auch ein solches Gefährt. Es kenterte jedoch mit 30 Personen an Bord. Zwar überlebten alle Fahrgäste, einige wurden jedoch verletzt.

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Michael Strathmann