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Ford Europa: Verluste im 1. Quartal 2015

Europa im Minus

Europa und Südamerika sind für Ford weiterhin keine einfachen Regionen. Im 1. Quartal 2015 machte Ford Europa erneut Verluste

Der zweitgrößte US-Autobauer Ford kämpft weiter mit Verlusten in Europa und Südamerika. Auch im Heimatmarkt laufen die Geschäfte schleppend. Konzernchef Mark Fields will im zweiten Halbjahr die Trendwende schaffen und rückt nicht vom Gewinnziel für das Gesamtjahr ab.

Ford Europa: Verluste im 1. Quartal 2015

Insgesamt hat sich der US-Autohersteller Ford zum Jahresauftakt weiter schwergetan, Verluste in Europa und Südamerika sowie der schwache Absatz auf dem Heimatmarkt sprechen eine deutliche Sprache. Der Gewinn sank im ersten Quartal im Jahresvergleich um sieben Prozent auf 924 Millionen Dollar (848 Mio Euro), wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. Der Umsatz schrumpfte im gleichen Zeitraum um sechs Prozent auf 33,9 Milliarden Dollar.

In Europa verlor der Konzern weiter Geld – allerdings wurde der Verlust vor Steuern um 9 Millionen Dollar auf 185 Millionen Dollar verringert. Auch in Südamerika bleibt Ford tief in den roten Zahlen, doch immerhin fiel das Minus mit 189 Millionen Dollar deutlich geringer aus als noch im Vorjahr (510 Mio Dollar Verlust). Konzernchef Mark Fields sprach trotz der schwachen Zahlen von einem «guten Start» ins neue Geschäftsjahr.

Wie viele andere amerikanische Unternehmen mit internationaler Ausrichtung litt Ford zuletzt auch unter dem starken Dollar, der die Auslandseinnahmen bei Umrechnung in US-Währung schmälert. Aber auch im Heimatmarkt Nordamerika, wo Ford die Nummer zwei hinter der Opel-Mutter General Motors ist, liefen die Geschäfte nicht rund. Fahrzeugabsatz, Umsatz und Vorsteuergewinn gingen zurück.

Ford-Chef Fields will die Geschäfte mit neuen Modellen und der Alu-Variante des in den USA sehr beliebten Pick-up-Trucks F-150 ankurbeln. Fields vertröstete Anleger allerdings auf die zweite Jahreshälfte. Dann soll der Absatz deutlich zulegen, so dass das angepeilte Jahresziel von 8,5 bis 9,5 Milliarden Dollar beim operativen Gewinn doch noch erreicht werden kann.

dpa/az