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Gecrashter LaFerrari: Stoßstange zu verkaufen

Unfall-Stosstange für 4.000 Euro

Wer schon immer die kaputte Stoßstange eines Ferrari LaFerraris besitzen wollte, kann diesen Traum jetzt für 4000 Euro wahr werden lassen. Bitte was? Wir erklären die absurde Vorgeschichte eines absurden Souvenirs.

Ein Ferrari LaFerrari ist nicht gerade billig. Und nur die Wenigsten kommen daher je in die Verlegenheit, den feuerroten Supersportler auf der Einfahrt ihrer schmucken Eigentumswohnung vorzufahren. Wer dennoch ein Teil dieses Autos besitzen möchte, kann jetzt für 4000 Euro zumindest die Stoßstange eines Unfall-Ferraris erwerben. Oder zumindest zwei Drittel davon, denn das gute Stück ist sprichwörtlich nur noch bruchstückhaft vorhanden. Wer also über das nötige Kleingeld verfügt, kann sich den Ferrari-Fetzen aus Karbon in die Garage oder über das Bett hängen und beim Anblick desselbigen immer daran erinnert werden, wie wichtig eine sichere Hand im Straßenverkehr doch ist. Denn die Vorgeschichte der Stoßstange ist genauso absurd wie der veranschlagte Preis. Eine Dashcam hat den Unfall, der sich im Budapester Straßenverkehr ereignet hat, glücklicherweise für die Nachwelt festgehalten.

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Wie im Unfall-Video deutlich zu erkennen, will der Halter des potenten Supersportlers auf die Mittelspur wechseln, da ihm der Vordermann zu langsam fährt. Aber 963 Pferdestärken wollen mit Bedacht eingesetzt werden. Und so gerät der Fahrer des 1-Millionen-Euro-Wagens beim Einscheren ins Schlingern. Beinahe kracht es schon an dieser Stelle, doch der Ferrari zuckt – wahrscheinlich im verzweifelten Verusch, eine Kollision zu verhindern – nach rechts und rutscht mit Karacho in die am Straßenrand parkenden Autos. Der Crash selbst sieht wenig heftig aus, das Ergebnis jedoch ist katastrophal. Die superleichte Verkleidung des Sportwagens ist aufgebrochen, über der Radaufhängung klafft ein riesiges Loch und gibt den Blick auf die darunter liegende Technik frei.

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Von dort ziehen sich Risse über die halbe Karosserie. Sofort bildet sich eine Traube Menschen um den Unfallwagen, und auch der Fahrer mit der Dashcam hält erstmal an, um den Schaden fachmännisch zu kommentieren. Augenzeugen zufolge schraubte der slowakische Besitzer des Ferraris nur wenige Augenblicke nach dem Crash die Nummernschilder des Sportwagens ab. Umso ärgerlicher: Der Supersportler kam gerade erst aus der örtlichen Ferrari-Niederlassung, war also quasi noch fabrikwarm. Nur 499 Exemplare des exklusiven Modells wurden bisher gebaut. Jetzt gibt es einen weniger.

Julian Islinger