Möchten Sie auf die mobile Seite wechseln?

JA NEIN

Ferrari 488 GTE/GT3: Vorstellung

Ferrari lädt den 488 auf

Ferrari zeigt wei besonders heiße Boliden auf Basis des neuen 488 GTB, doch in Sachen Motorleistung können die beiden Motorsport-Renner 488 GTE und GT3 nicht mit der Serie mithalten.

Die Motorsport-Saison 2016 steht vor der Tür und bei Ferrari darf man auf ein intensives Jahr mit zahlreichen Siegen zurückblicken. Beim Finali Mondiali an der Rennstrecke von Mugello haben die Italiener nun zwei neue Rennwagen präsentiert, die im kommenden Jahr unter anderem in Le Mans angreifen sollen. Der neue Ferrari 488 GTE und das eng verwandte Schwestermodell Ferrari 488 GT3 basieren auf den Renn-Versionen des 458, nutzen aber wie die Straßen-488 einen neuen V8-Motor mit Biturbo-Aufladung. Das neue Triebwerk soll in der GTE-Konfiguration rund 500 PS an die Hinterräder schicken, die GT3-Piloten dürfen sich sogar über 550 PS freuen. Zwar ist der Biturbo-V8 nicht ganz so stimmgewaltig wie der frei saugende Vorgänger, ziemlich beeindruckend ist der Sound des 3,9 Liter großen Triebwerks aber zweifellos noch immer. Den Großteil der Entwicklungs- und Testarbeit mit den neuen Rennwagen erledigten die extrem erfahrenen Piloten Giancarlo Fisichella, Olivier Beretta und Andrea Bertolini. Davon sollen im kommenden Jahr unter anderem die Fahrer des Teams AF Corse profitieren, die mit einem Ferrari 488 GTE in der World Endurance Championship WEC antreten werden.

Bildergalerie starten: So gehen Ferrari 488 GTE und GT3 an den Start

Ferrari 488 GTE und GT3 greifen mit V8-Biturbo an

Skurril ist allerdings, dass beide Motorsport-Versionen des 488 deutlich schwächer als das Serienmodell ausfallen, denn mit Straßenzulassung bringt es der neue Ferrari 488 GTB auf satte 670 PS. Zwar profitieren die Rennwagen in Kurven von ihrem reduzierten Gewicht und der gemäß Reglement optimierten Aerodynamik mit großem Frontsplitter, riesigem Diffusor und mächtigem Heckflügel, zumindest auf gerader Strecke dürfte der GTB aber eine kaum zu knackende Nuss sein: Nach glatten drei Sekunden bewegt sich die Tachonadel in den dreistelligen Bereich, schon 5,3 Sekunden später liegen 200 km/h an und auch die von Ferrari bewusst ungenau angegebene Höchstgeschwindigkeit von "über 330 km/h" kann sich mehr als nur sehen lassen. Wie die neuen Rennwagen klingen, zeigt das folgende Video vom Finali Mondiali 2015.

Mehr zum Thema: 488 Spider gegen Huracán Spyder

Benny Hiltscher