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Bundestag-Fahrdienst legt Erdgas-Autos lahm

RocVin wartet Untersuchungen ab

Nach der Explosion eines VW Touran mit Erdgas-Antrieb zieht der Bundestag-Fahrdienst RocVin die Konsequenzen und seine Erdgas-Autos aus dem Verkehr. Betroffen: der VW Passat Ecofuel.

Nach der Explosion des Erdgas-betriebenen VW Touran Ecofuel in Duderstadt (bei Göttingen) und den anhaltenden Diskussionen um Erdgas betriebene Fahrzeugen, reagiert Bundestag-Fahrdienst RocVin. Dieser zieht bis auf weiteres 36 Erdgas betriebene Autos aus dem Verkehr. "Die Sicherheit unserer Fahrgäste und Chauffeure hat vor allen anderen Aspekten absoluten Vorrang", sagt Ferdi Haack, der Betriebsleiter des Unternehmens. RocVin hatte 2014 und 2015 über 18 Monate einen Feldversuch mit 55 Biogas betriebenen VW Passat betrieben. Da keine Probleme aufgetreten waren, entschied sich RocVin, ein Viertel der Flotte mit Erdgas-Antrieb zu ordern. Aufgrund der jüngsten Meldungen aber stünden die Erdgas-Autos ungenutzt in der Garage, so RocVin. "Erst nach abschließender Klärung und gegebenfalls der Beseitigung aller Sicherheitsrisiken werden die Erdgas-Autos wieder eingesetzt werden", erklärt Ferdi Haack.

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Bundestags-Fahrdienst RocVin vorerst ohne Erdgas-Autos

Trotzdem müssen die Angeordneten des Deutschen Bundestages nicht zu Fuß zur Arbeit kommen: RocVin hat nach eigenen Angaben eine ausreichend große Flotte, um alle 631 Abgeordneten zu befördern. RocVin ist mit 240 Mitarbeitern Deutschlands größtes Limousinenunternehmen und ist besonders stark in der Politik vertreten: Hier fährt RocVin nicht nur für den Bundestag, sondern unter anderem auch für das Bundespräsidialamt, das Bundeskanzleramt sowie für zahlreiche Ministerien und Landesvertretungen. Die RocVin-Flotte umfasst rund 160 Fahrzeuge, darunter Mercedes E- und S-Klasse, Audi A6 und VW T6 Multivan.

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Alexander Koch