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Erlkönige: So werden Autos versteckt

Ford erklärt seine Erlkönig-Taktik

Erlkönige – geheimnissumwitterte Prototypen der Autohersteller, ständig gejagt von den gnadenlosen Objektiven der Carparazzis. Damit das alte Katz-und-Maus-Spiel nicht zu einseitig wird, lassen sich die Hersteller Einiges einfallen.

Den neuen Prototypen aus der Halle zu rollen und unter realen Bedingungen zu testen, ist für Autobauer wie Ford unerlässlich. Dass sie dabei von extrem neugierigen Teleobjektiven mit dazu gehörenden Carparazzis beobachtet werden, ist für sie ebenso lästig wie unvermeidlich. Was also tun? Um es den Spionen so schwer wie möglich zu machen, haben sich Ford & Co. die "Science of hiding in plain sight" ausgedacht. Dabei wird eine kaschierende Folie mit möglichst irritierenden Farben und Mustern auf den Erlkönig aufgebracht. In den Anfangszeiten dieses Versteckspiels beherrschte noch schwarzes Vinyl die Szene. Der Nachteil dabei war, dass immer noch recht gut die Linienführung des Autos erkennbar war. Die neuen Aufkleber mit den geometrischen Mustern sind haltbarer, können auf jedes Auto aufgebracht werden und lassen vor allem die Linienführung der Prototypen zumindest zu einem gewissen Teil verschwimmen.

Bildergalerie: Des Erlkönigs neue Kleider

Für Erlkönige gibt es eine eigene Abteilung

Diese Maßnahme kann dann noch mit falschen Karosserieteilen, die eine andere Länge und Breite des betreffenden Autos vorgaukeln, kombiniert werden. Letztlich sind aber alle diese Maßnahmen, für die Ford eine eigene Abteilung unterhält (siehe Video), nur ein Herauszögern des Unabwendbaren. Irgendwann wird jedes neue Auto in freier Wildbahn erwischt. Die Frage ist nur, wann?

Mehr zu dem Thema: C-Klasse Cabrio-Erlkönig

 

Michael Strathmann