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CO2-Challenge 2016: Die Gewinner

Sparsam zum CO2-Challenge-Sieg

Viel Platz und sehr agil, aber trotzdem genügsam. Bei der CO2-Challenge 2016 zeigte René Dümpel aus Essen, was der neue Suzuki Baleno kann: Auf 100 Kilometern benötigte er nur 3,14 Liter Super.

Noch vor wenigen Jahren waren vier Meter das Gardemaß in der Kompaktklasse. Heute zählen Autos dieser Länge zu den Kleinwagen – wobei klein relativ ist. Das beweist besonders der jüngste Vertreter in diesem Segment, der Suzuki Baleno. Der 3,99 lange Japaner bietet bis zu fünf Insassen erstaunlich viel Raum, dazu einen bis zu 1085 Liter großen variablen Laderaum. Als Topmotor bietet Suzuki mit einem neuen, 111 PS starken Dreizylinder-Turbo einen sehr agilen Antrieb an. Doch kann der moderne Direkteinspritzer neben sportlich auch sparsam? Das konnten zehn Leser der AUTO ZEITUNG und ihre mitfahrenden Begleiter bei der CO2-Challenge selbst testen. Bei der fünften Auflage des Spritspar-Wettbewerbs  rund um Frankfurt am Main galt es diesmal, den Suzuki Baleno 1.0 BOOSTERJET möglichst effizient über einen 117 km langen Rundkurs zu bewegen. Für Route und Organisation zeichnete wieder das Team der Landesfachschule des Kfz-Gewerbes Hessen verantwortlich. Claus Kapelke und seine Mannschaft hatten diesmal einen anspruchsvollen Kurs mit Anstiegen, Gefällestrecken, Landstraßen- sowie Autobahnenetappen und Stadtverkehr ausgesucht und die Roadbooks erarbeitet. Als weitere Partner wieder dabei: der Autofinanzierer CreditPlus Bank, Suzuki, die wgv Versicherung und der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK).

Bildergalerie starten: Die Gewinner der CO2-Challenge 2016

Video: Die Highlights der CO2-Challenge 2016 mit dem Suzuki Baleno

 

Gewinner der CO2-Challenge zeigten vollen Einsatz

Schon am Vorabend des Wettbewerbs trafen sich die Teilnehmer, die Beifahrer ihrer Wahl und die Organisatoren in einem idyllischen, komfortablen Hotel im Taunus. Während sich einige in der Sauna entspannten, fachsimpelten die anderen auf der Sonnenterrasse. Allen war klar: Wer gewinnen und damit den nagelneuen Suzuki Baleno im Wert von 18.440 Euro oder einen anderen Preis sein Eigen nennen möchte, muss den Normverbrauch des Suzuki von nur 4,4 Liter Super pro 100 Kilometer nicht nur erreichen, sondern sogar noch unterbieten. Keine leichte Aufgabe. Aber: "Schon die Teilnahme an der Challenge und das Wochenende in Frankfurt sind wie ein Hauptgewinn," freute sich Erik Pfalzgraf aus Landau. "Sollte dann noch etwas dazukommen, wäre das ein super-tolles Extra." Nach einem gemütlichen Abendessen auf der Hotelterrasse ging es für die meisten Teilnehmer früh ins Bett: Denn schon um 7.15 Uhr stand die Verlosung der Wettbewerbsfahrzeuge unter den Startern an – schließlich kann es auch bei zehn zwar gleich motorisierten und ausgestatteten Autos minimale, aber möglicherweise entscheidende Leistungsunterschiede geben. Mit den zugelosten Autos fuhren die Teilnehmer-Teams dann vom Taunus zur Landesfachschule nach Frankfurt. Schon am frühen Morgen zeichnete sich ab: Es wurde zwar kein übermäßig heißer, aber mit 25 Grad Celsius durchaus warmer Sonntag. Da der Betrieb der serienmäßigen Klimaautomatik des Suzuki Baleno 1.0 BOOSTERJET den Verbrauch in die Höhe treiben würde, war gut beraten, wer sich für leichte Sommerkleidung entschieden hatte. Zumal sich auch geöffnete Seitenfenster negativ auf den Spritkonsum auswirken würden, wie Beifahrerin Cornelia Schmedes aus Vechta wusste.

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Beim Spritspar-Wettbewerb geht es um jedes Gramm CO2

Mehr Tipps zum sicheren und sparsamen Fahren gab es dann in einem Schulungsraum der Landesfachschule des Kfz-Gewerbes Hessen von den Experten der AUTO ZEITUNG, CreditPlus, Suzuki, wgv Versicherung und ZDK. Anschließend ging es zur Tankstelle, wo die Suzuki Baleno von erfahrenen Ausbildungsmeistern der Landesfachschule randvoll betankt wurden und der Luftdruck (vorn 2,8 bar, hinten 2,5 bar) kontrolliert wurde. Als unparteiischer Schiedsrichter fungierte Mirko Mößle vom TÜV Hessen, der im Anschluss die Tankklappen der Baleno mit einem Aufkleber versiegelte. Die Ventilkappen der Räder wurden ebenfalls markiert. Von diesem Moment an zählte jeder Tropfen Benzin – für die letzten Meter zur Startaufstellung auf dem Gelände der Fachschule sparte sich daher so manches Team das wiederholte Anlassen des Motors und schob den Suzuki lieber einige Meter weiter. Um Punkt 10 Uhr ging Michaela Schäfer aus Abstatt gemeinsam mit Ehemann Michael als Erste auf die Strecke. Jedes Team erhielt immer nur das Roadbook mit den Streckenangaben bis zum nächsten Kontrollpunkt – dort gab es dann die weiteren Routeninfos. Insgesamt hatten die Planer der Landesfachschule auf der etwa 117 Kilometer langen Strecke fünf Stationen bis zum Ziel eingerichtet. Maximale Fahrzeit: 3,5 Stunden.Bei allen Baleno hatte Jörg Machalitzky von Suzuki vor dem Start das serienmäßige Navigerät deaktiviert, indem er die SD-Karte entfernte. Für alle Fälle lag der Datenspeicher aber in einem geschlossenen Umschlag bereit: Wer auf das Navi zurückgreifen musste, fing sich damit zehn Strafminuten ein – bei gleichem Verbrauch sollte die beste Zeit entscheiden.

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Nachdem die Teams im Abstand von fünf Minuten auf die Strecke gegangen waren, zeigten sich schnell die unterschiedlichen Taktiken: Während die Studentin Jacqueline Rose aus Mannheim schnell hochbeschleunigte und  versuchte, jeden Schwung mitzunehmen, ließ es Florian Schmedes aus Vechta eher ruhig angehen. Der kaufmännische Angestellte schaltete früh und beschleunigte mit Bedacht. Beide Teams absolvierten die 117 Kilometer der Route ohne größere Irrwege – Florian Schmedes und seine Ehefrau Cornelia benötigten aber 24 Minuten mehr als Jacqueline Rose und ihr Freund Marvin Hemberger. Dafür verbrauchte das Team Schmedes jedoch fast 0,4 Liter weniger Benzin auf 100 Kilometern. Trotzdem lagen beide Starter in der Endwertung am Ende nur einen Platz auseinander. René Dümpel und Ehefrau Marie Luise Krücke hielten es am konsequentesten durch, die Lüftung auszuschalten und die Fenster geschlossen zu halten. Ihr silbergrauer Baleno war deshalb schon von Weitem an den beschlagenen Fensterscheiben zu erkennen. Der Telekom-Mitarbeiter aus Essen hatte in den 14 Tagen zuvor die Fahrten ins Büro zum Training genutzt und war bestens vorbereitet. Doch zweimal kam das Ehepaar von Weg ab und hatte schließlich völlig die Orientierung verloren – nur das Aktivieren des Navis half aus der Patsche. Hatten sie mit den zehn Strafminuten bereits alle Siegchancen vertan?

Normverbrauch bei CO2-Challenge deutlich unterboten

Nach 2:31 Stunden erreichte Jacqueline Rose das Ziel als Schnellste, gefolgt von Michaela Schäfer, die eine Minute länger benötigte. Beim Verbrauch trennten die beiden Frauen nur 0,01 Liter: 3,71 zu 3,72 Liter auf 100 Kilometer. Mit diesem knappen Vorsprung holte sich Studentin Rose den vierten Platz vor der Konkurrentin aus Abstatt: Beide gewannen einen Inspektionsgutschein des ZDK. Auf den dritten Rang fuhren Florian und Cornelia Schmedes mit einem Durchschnittsverbrauch von 3,34 Liter Benzin/100 km oder umgerechnet 80 Gramm CO2 pro Kilometer. Ihr Gewinn: ein Musical-Gutschein vom Autofinanzierer CreditPlus Bank im Wert von 500 Euro. Mit 78 Gramm CO2 erreichten Christian Wittwer und Sebastian Schmitz den zweiten Platz und einen 1000-Euro-Tankgutschein der wgv Versicherung. Den Suzuki Baleno aber holte sich René Dümpel – trotz Zeitstrafe war sein Verbrauch von 3,14 Litern nicht zu schlagen: Das sind nur 75 Gramm CO2 pro Kilometer! Herzlichen Glückwunsch!

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Klaus Uckrow