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Absatz-Krise in China 2015: Deutsche Autobauer betroffen

China-Krise trifft Autobauer

Weil der Automarkt China 2015 schwächelt, leiden auch die deutschen Autobauer. 2016 könnte allerdings mit einem Absatz-Minus für das Gesamtjahr noch härter werden.

Lange Zeit haben die deutschen Autobauer in China beeindruckende Wachstumsraten gesehen. Dass sich das Tempo normalisieren würde, war auch den Konzernen klar. Doch der Einbruch, der sich nun abzeichnet fällt heftiger aus als befürchtet – und könnte die Branche deutlich bremsen: Die schwächelnde Konjunktur in China und anderen wichtigen Schwellenländern bremst das Wachstum der deutschen Autobauer spürbar aus. Während die Automärkte in Russland und Brasilien schon länger in der Krise sind, schrumpfte der Absatz der deutschen Hersteller im Reich der Mitte im zweiten Quartal um sechs Prozent, wie aus einer am Dienstag veröffentlichten Untersuchung der Unternehmensberatung EY hervorgeht. Damit entwickle sich der wichtige Wachstumsmarkt immer mehr zum Sorgenkind, heißt es in der Studie.

Absatz-Krise in China 2015: Deutsche Autobauer betroffen

«Jahrelang konnten die deutschen Autokonzerne der weltweiten Konkurrenz die Rücklichter zeigen – nun wird die Luft auch für sie dünner», sagte EY-Partner Peter Fuß. «Die starke Abhängigkeit vom chinesischen Markt könnte sich nun als Achillesferse erweisen.» Allerdings sei auch klar gewesen, dass sich die enormen Wachstumsraten nicht halten lassen würden. «Mit einer Normalisierung der Lage in China hatte die Branche gerechnet – der aktuelle Einbruch kam in dieser Heftigkeit aber überraschend», sagte Fuß.

China werde immer mehr zu einem normalen Automarkt, hatte auch der damalige BMW-Chef Norbert Reithofer schon zu Jahresbeginn erklärt. Weltweit werde die Lage schwieriger vorhersehbar, sagte Reithofer, heute Chefaufseher bei BMW, damals. So habe man viele Pläne für den Wachstumsmarkt Russland gehabt, die über Jahre auch funktioniert hätten. 2014 habe sich das geändert. «Bumm hat's gemacht und vorbei war es mit diesen schönen Plänen.» So etwas passiere möglicherweise in Zukunft noch häufiger als bisher.

dpa/az