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BMW-M-Concepte: M3 CSL/E36 M3 Compact/E90 M3 Pick-up/E46 M3 Touring

Die verrücktesten M3

Vom Pick-up-Truck E30 M3 bis hin zum eleganten E46 M3 Touring – Die BMW M GmbH hat in 30 Jahren M3 einige aufsehenerregende Experimente am Modell gewagt. Diese mutigen Power-Bimmer hätten wir gerne in Serie gesehen!

Gerade ist der BMW M3 30 Jahre alt geworden und die fünfte Generation mit 431 PS im Handel – höchste Zeit also, um mit etwas Wehmut auf drei Dekaden sportliche Exzellenz zurückzublicken. In der Performance-Welt gehört der BMW M3 ja ohnehin zu den größten Hausnummern der Welt, hat nebenher aber auch eine ganze Reihe mehr oder weniger verrückter Concept-Cars hervorgebracht. Keine Frage: Die BMW M GmbH war schon immer besonders experimentierfreudig, sodass es nicht schwerfiel, einige der aufsehenerregendsten Konzepte – vom Pick-up-Truck E30 M3 bis hin zum eleganten E46 M3 Touring – aus 30 Jahren M3 aufzustöbern. Diese Garchinger Experimente kamen nie über die Planungsphase hinaus, ihre Concept Cars sind trotzdem ein Stück Zeit- und Automobil-Geschichte, auf das die M GmbH zu Recht stolz sein kann.

Bildergalerie starten: BMW M3 Concept Cars

30 Jahre M3 im Video:

 

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Beginnen wir mit dem E30 M3 Pick-up aus dem Jahr 1986, der ursprünglich konzipiert wurde, um vorzufühlen, wie der damalige Markt auf einen BMW-Truck reagieren würde. Dafür steckte man den 195 PS und 230 Newtonmeter starken 2,3-Liter-Vierzylinder aus dem damaligen BMW 320is (auch als italienischer M3 bekannt) in die schmale E30-Karosserie, womit für den M-Pick-up plötzlich eine beeindruckende Höchstgeschwindigkeit von 230 km/h erschlossen wurde. Doch statt in Serienproduktion zu gehen, fungierte das Concept Car fortan für insgesamt 26 Jahre auf dem Werksgelände der M GmbH als interner Transporter für Werkzeug und Arbeitsgerät. Ein etwas anders gewichteter Spaßmacher hätte hingegen der BMW E36 M3 Compact werden können, unter dessem Blech die M GmbH Technik und Motor des BMW M3 E36 mit einem 321 PS starkem Reihensechszylinder verbauen wollte. In gewisser Weise hätte der Compact dieselbe Funktion erfüllt, die heute BMW M1 und M2 Coupé als Einstiegs-Modelle in die M-Modellpalette innehaben. Bei einem (Leicht)-Gewicht von nur 1,3 Tonnen kann man indessen nur erahnen, welche Auswirkungen ein solches M-Modell gehabt hätte, wäre es 1996 in Serie gegangen.

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Der E90 M3 ist der "Nachfolger" des E30 Pick-up

Und noch ein Pick-up, aber was für einer! 2011 kündigte die M GmbH an, auf Basis des E90 M3 den schnellsten Pick-up der Welt zu bauen. Es folgten tatsächlich recht kurz darauf Spyshots vom Nürburgring, auf denen der Prototyp bereits in Erlkönig-Folierung seine Bahnen zog. Am 1. April 2011 sollte es dann soweit sein. Und ganz gelogen war es nicht: Einen 420-PS-V8 hatte man dem Auto in Garching unter die Motorhaube gezimmert, gleichzeitig stellte der Power-Pick-up aber auch bis zu 450 Kilogramm Nutzlast zur Verfügung. Oder wie es die M GmbH vollmundig ausdrückte: Der BMW E90 M3 Pick-up würde das "für BMW M Automobile typische Verhältnis zwischen rennsportorientierter Fahrfreude und Alltagstauglichkeit in eine ganz neue Dimension" heben. Allerdings, und das sei der Warhheit halber erwähnt, handelte es sich dann doch nur um einen (gelungenen) Aprilscherz seitens BMW, die lediglich einen adäquaten Ersatz für den bereits etwas in die Jahre gekommenen Firmen-Transporter E30 M3 Pick-Up aus dem Jahr 1986 gesucht hatten.

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Die Eleganz des BMW E46 M3 Touring bleibt unerreicht

Einen BMW M3 den wir noch gerne gesehen hätten, wäre ohne Zweifel der wunderschöne E46 M3 Touring gewesen. Das um die Jahrtausendwende entstandene Konzept kombinierte gekonnt Touring-Kombi mit M3-Power und sah dabei genauso sportlich-elegant aus, wie man es anhand der Beschreibung erwarten würde. Das Design kann getrost als Meilenstein bezeichnet werden und der Übergang zwischen den extra entwickelten Hintertüren und den deutlich breiteren M3-Radhäusern funktionierte überraschend harmonisch. Natürlich arbeitete auch unter der Motorhaube des BMW M3 Tourings ein Reihensechszylinder mit 3246 Kubikzentimetern Hubraum und 343 PS, der den Power-Kombi in knapp über fünf Sekunden auf Tachostand 100 katapultiert hätte. Ähnlich atemberaubend ist nur noch der BMW M3 CSL (CSL steht für Coupé, Sport und Leichtbau), der zwar ab 2003 gebaut und zu einem Preis von 85.000 Euro verkauft wurde, aber leider auf nur 1.183 Stück limitiert war. Gerademal etwas über 1,3 Tonnen schwer und mit einem 360 PS starken 3,2-Liter-Reihensechser ausgestattet, sprintete das silberne M-Coupé in 4,9 Sekunden auf 100 km/h. Immer noch ein Bild für die Götter und Traum ungezählter Bimmer-Fans.

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Julian Islinger