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Audi A3 quattro gegen BMW 3er xDrive: Schnee-Duell

Wer zieht hier wen ab?

Audi und BMW bieten in ihren Limousinen bekanntermaßen auch Allradantrieb an. Beide verfolgen mit ihrer quattro- und xDrive-Version jedoch unterschiedliche technische Philosophien. Liefert ein Duell im Seilziehen – auf Schnee – einen eindeutigen Sieger?

Im Internet macht mal wieder ein Video die Runde, dass den mittlerweile ewigen Kampf der Antriebskonzepte anstachelt: Audi quattro gegen BMW xDrive. Beide Fahrzeuge sind über ein Seil am Heck miteinander verbunden und die Fahrer geben auf Kommando Vollgas – beim Untergrund handelt es sich selbstverständlich um eine feste Schneedecke. Gute erkennbar ist jedenfalls, dass beide, Audi A3 und BMW 3er, mit Allradantrieb ausgerüstet sind, alle vier Räder kämpfen jeweils um Grip. Einen echten Sieger scheint es in diesem Duell nicht zu geben, der BMW mit xDrive wird zwar vom A3 ein paar Meter gezogen, aber ist so ein Spaßduell aussagekräftig? Eigentlich weniger. Denn Audi und BMW verfolgen bei ihrem Allradsystem jeweils eigene Philosophien.

Audi minimiert E-Eingriff, BMW setzt auf elektronischen Helfer

Beim quattro-Antrieb von Audi erfolgt die Regelung mit minimalen Einsatz von Elektronik. Die Antriebskraft wird mechanisch über ein Mittendifferentzial an die Achse mit der besseren Traktion geleitet. Audi bringt hinten ein Sportdifferenzial zum Einsatz. Mittels Lamellenkupplung verteilt sich die Motorkraft stufenlos zwischen beiden Seiten. Die Steuerung des Hinterachsdifferentials erfolgt elektronisch. Diverse Parameter (Lenkwinkel, Raddrehzahl und Querbeschleunigung) werden abgegriffen und von einem Steuergerät ausgewertet. Die Daten werden an die Lamellenkupplung weitergegeben. Daraufhin erfolgt die Kraftzuteilung. Beim BMW-xDrive erfolgt die Kraftverteilung zwischen Vorder - und Hinterachse nicht wie beim Audi über ein mechanisches Mittendifferenzial, sondern über eine Lamellenkupplung. Diese Einheit wird elektronisch geregelt. Grundsätzlich ist die Kraftauslegung mit 40 zu 60 Prozent zugunsten der Hinterräder ähnlich austrariert wie beim Audi (ebenfalls 40:60). Bei Bedarf leitet die Elektronik bis zu 100 Prozent des Antriebsmoments an eine Achse.

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