Neuzulassungen im September 2011: Von Alfa bis VW Große Autos gefragt

06.10.2011

Bei aller Diskussion über umweltfreundliche und sparsame Antriebe – die Deutschen bevorzugen weiterhin große Autos. Die Hersteller peilen nach guten Septemberzahlen neue Rekorde bei Produktion und Export an.

Flensburg/Berlin, 5. Oktober 2011 – Die deutsche Autoindustrie bleibt trotz wachsender Unsicherheit wegen der Schuldenkrisen in Europa und den USA auf Rekordkurs. In den ersten neun Monaten des Jahres rollten rund 2,4 Millionen Neuwagen auf die Straßen, knapp 11 Prozent mehr als vor Jahresfrist.

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Im September 2011 konnten bei 280.800 Neuzulassungen (plus 8 Prozent) vor allem große Neuwagen aus den Segmenten Vans, Geländewagen, Oberklasse und obere Mittelklasse zulegen, so das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) in seiner Mitteilung vom Mittwoch. Deutlich weniger Zulassungen als im Vorjahr verzeichnete die Behörde im Segment der Minis. Elektroantrieb und Brennstoffzellen sind vielleicht die Zukunft, doch auf dem deutschen Automarkt spielen die alternativen Antriebe noch keine Rolle. Laut KBA kamen in den ersten drei Quartalen auf jedes zugelassene Elektroauto mehr als 1300 Wagen mit Verbrennungsmotor.

Auch die sogenannten Hybrid-Fahrzeuge konnten nur jeden 260. deutschen Autokäufer überzeugen. Der durchschnittliche CO2-Ausstoß ging bei den Neuwagen auf 146,9 Gramm pro Kilometer zurück. Die höchste Zuwachsrate unter den deutschen Herstellern verbuchte in den ersten neun Monaten der Sportwagenhersteller Porsche mit einem Plus von 21,5 Prozent, während unter den Importeuren die kleineren Marken Volvo (plus 42,3 Prozent) und Alfa Romeo (plus 41,3 Prozent) glänzten.

 

Spitzenreiter 2011: VW vor BMW und Mercedes

Volkswagen konnte seinen Marktanteil auf 21,9 Prozent ausbauen. Es folgen BMW/Mini, Mercedes-Benz und Opel. Größte Importeure waren Renault/Dacia und die VW-Tochter Skoda. Die deutschen Hersteller steuern nach Angaben ihres Verbandes VDA auf neue Rekordmarken bei der Produktion und im Export zu. Mehr als drei von vier in Deutschland gebauten Autos gehen in den Export. Im September stellten die Fabriken 560.100 Personenwagen auf die Räder. Das waren vier Prozent mehr als im Vorjahresmonat. In den ersten drei Quartalen lag die Produktion mit rund 4,4 Millionen Autos um 7 Prozent höher als im Vergleichszeitraum 2010 und um 3 Prozent über den Rekordwerten von 2007.

Für das Gesamtjahr peilt der VDA eine Stückzahl von 5,9 Millionen Autos an. In den ersten neun Monaten wurden knapp 3,4 Millionen Wagen ausgeführt, rund 8 Prozent mehr als vor einem Jahr. VDA-Präsident Matthias Wissmann verlangte von Regierungen und Notenbanken überzeugende Regulierungskonzepte, um die Turbulenzen auf den Finanzmärkten in den Griff zu bekommen. Nur so könne eine Infektion der Realwirtschaft vermieden werden.

Verantwortlich für die höchsten deutschen Zulassungszahlen im September seit 2006 – mit Ausnahme des Abwrackprämienjahres 2009 – waren laut Importeursverband VDIK sowohl die privaten Kunden mit einem Zulassungsplus von 5 Prozent als auch die gewerblichen Eigner, die gleich 15 Prozent mehr Autos auf die Straßen stellten. Im Privatmarkt steigerten die Importeure nach Angaben ihres Verbandes den Anteil um zwei Punkte auf 45 Prozent. Im Gesamtmarkt sei der Anteil der Importeure mit rund 35 Prozent stabil geblieben.
dpa

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