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SUV-Neuheiten von Audi, BMW & Co.

Der Boom hält an

Borgward Titan
Spekulationen und Gerüchte befeuern momentan die Marke Borgward. Anfang der 60er-Jahre Konkurs angemeldet, ist der Bremer Automobilhersteller längst Geschichte. Doch die Markenrechte gehören dem chinesischen Fo-ton-Konzern, der offensichtlich mit viel Geld die deutsche Traditionsmarke wieder ins Leben rufen möchte. Auch wenn vieles sonderbar anmutet, unterschätzen sollte man die Chinesen nicht.

Borgward Titan: Wiederauferstehung mit China-Hilfe

Erst 1996 gegründet, ist Foton nicht nur Partner von Daimler, sondern Chinas größter Hersteller von Lkw, Bussen und Vans. Und bei der Rallye Paris – Dakar 2015 fuhren zwei Foton Pick-ups auf Rang 57 und 59. Ein SUV, das Titan heißen könnte, soll auf der IAA stehen. Ob das Auto dann auch wirklich nach Deutschland kommt, ist offen. Derzeit gibt es jedenfalls kein Vertriebsnetz. Anzunehmen ist, dass das SUV in China an den Start geht.

In puncto Größe soll es in etwa der des BMW X3 entsprechen, Allradantrieb, Doppelkupplungsgetriebe sind Standard. Bei den Motoren wird über Diesel ab rund 150 PS und Benziner ab etwa 170 PS spekuliert, wahrscheinlich Vierzylinder. Mit von der Partie sollen namhafte europäische Zulieferer sein, ohne die ein solches Projekt für einen  chinesischen  Hersteller kaum zu realisieren wäre.

VW Tiguan
Gespannt darf man auf den neuen VW Tiguan sein. Der Wolfsburger, der seit Jahren in Deutschland unangefochten die Hitliste der SUV anführt, wurde allein im vergangenen Jahr fast 62.000 Mal verkauft. Und der Neue will noch eins drauflegen: Er wird leichter und größer als der Vorgänger. Dabei wird es den Tiguan gleich in drei Versionen geben – neben dem neuen Standardmodell auch als Tiguan XL und Coupé.

Die Normalverstion, die 2016 an den Start geht, wird weiterhin ein Fünfsitzer bleiben, der Siebensitzer kommt zur Jahresmitte und soll gut 15 Zentimeter auf fast 4,75 Meter zulegen. Schon der normale Tiguan wird fünf Zentimeter länger und wächst auf 4,60 Meter. Die Vorderachse wird nach vorn versetzt, das Heck verlängert. Und der Radstand legt um 80 Millimeter zu, was einen enormen Zuwachs im Innenraum mit sich bringt. Außerdem ist, wie bei allen MQB-Autos, der Tiguan deutlich leichter. 60 kg soll er etwa abspecken.

Den Wolfsburger wird es künftig wahlweise mit Front- und Allradantrieb geben. Überraschungen birgt das neue Motorenangebot: Wie die AUTO ZEITUNG exklusiv erfuhr, soll ein neuer Dreizylinder mit einem Liter Hubraum, bis 272 PS, einem elektrisch angetriebenen Lader sowie einem Turbolader zum Einsatz kommen. Der Motor soll auch künftig den neuen Passat antreiben.

Zusätzlich ist mit den weiteren Benzinmotoren 1.4 TSI (150 PS) und 1.8 TSI (180 PS) zu rechnen. Bei den Dieseln wird die Palette beim 1.6 TDI mit 110 PS beginnen, dann folgen die 2.0 TDI mit 150 und 190 PS. Der Hammer wird der 240 PS starke Biturbo, der auch im Passat bereits seinen Dienst verrichtet und 500 Nm Drehmoment parat hält.

Selbstverständlich soll zudem die Konnektivität auf dem neuesten Stand sein. Erstmals wird der Tiguan mit MirrorLink für Android-Geräte und Apple CarPlay für iPhones aufwarten, beide Systeme können über eine Schnittstelle ihre Nachrichten auf dem Bildschirm des Infotainmentsystems wiedergeben.

Auch bei den Assistenzsystemen ist der Tiguan fast auf Augenhöhe mit dem Passat: Automatische Distanzregelung, Frontassistent, City-Notbremsfunktion, Park- und Ausparkassistenten sowie  Müdigkeitserkennung sind genauso im Angebot wie die Multikollisionsbremse. Der Tiguan scheint gut gerüstet, seinen Führungsanspruch weiterhin zu untermauern und auszubauen. Bereits auf der IAA soll der neue Tiguan der Öffentlichkeit präsentiert werden und 2016 erstmals auf die Straße rollen.

Computerdesign: Reichel CarDesign, De Lusi, Jean-François Hubert

Volker Koerdt