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Skoda Superb 2015: In Genf steht der Anwärter auf den Mittelklasse-Thron

Eine Klasse besser

Gewaltiges Raumangebot, solide VW-Technik und clevere Details - der Skoda Superb war stets ein Geheimtipp in der Mittelklasse. Die dritte Generation verabschiedet sich von diesem Image

Ein fränzösischer Sternekoch küsst sich auf die Fingerspitzen und stößt verzückt ein "Superb" aus: Die höchste Auszeichnung für eine Zusammenstellung fein ausgewählter Zutaten, deren Gesamtkomposition ein unvergleichliches Gericht ergeben. Beim Skoda Superb traf diese besondere Mischung bisher ebenso zu: klassenüberdurchschnittliches Raumangebot, ausgereifte Technik und durchdachte Details - das Rezept stimmt also. Nur weiss ein echter Gourmet: Auch das Auge isst mit. 

Skoda Superb 2015: Alle Infos vor der Premiere in Genf

Wirkten die bisherigen beiden Generationen ein wenig bieder und rein praktisch konzipiert, setzt der Skoda Superb 2015 neue Maßstäbe. Wie die Tschechen offen zugeben, revolutioniere der neue Mittelklässler das Skoda Design. Markig und kantig tritt der neue Superb auf und selbstbewusst aus dem Schatten seines Konzernbruders Passat - und zwar mit gewaltigen Schritten.

Der große Bruder aus Wolfsburg darf sich auf einen aufmuckenden Abkömmling gefasst machen. Denn wie der Klassenprimus selbst basiert die nächste Generation des Skoda Superb auf dem Modularen Querbaukasten (MQB) und kämpft mit gleichen Waffen: Effizienter Antrieb, modernste Technik und neueste Assistenz- sowie Multimediasystem. Nur hat der Superb ein gewaltiges Plus: Das Raumangebot.

Beim neuen Superb ist die Schrägheckklappe nun einteilig. 625 Liter verstaut der Tscheche unter dem riesigen Portal, bei umgeklappter Rücksitzlehne sind es sogar 1760 Liter. Zum Vergleich: Der Passat schluckt maximal 1152 Liter und selbst der Kombi überbietet die Superb-Limousine nur um 20 Liter. Von so viel Platz profitieren auch die Front- wie Fondpassagiere, die sich über ein klassenüberdurchschnittliches Raumangebot ebenso freuen dürfen wie über zahlreiche praktische Finessen wie ein vom Fond aus verstellbar Beifahrersitz, Regenschirme in den Türen und clevere Ablagemöglichkeiten für Handys und andere Mitbringsel. "Simply Clever" eben.

Das gilt auch für das Infotainment- und die zahlreichen Assistenzsystem, die erstmals in den Superb Einzug halten. Auch hier folgt der Tscheche dem Baukastenprinzip: Das MIB, was nichts mit "Men in Black" zu tun hat, sondern ganz irdisch für VWs modularen Infotainment-Baukasten steht, bietet den Kunden vier Infotainment-Systeme: Swing, Bolero, Amundsen und Columbus Je nach Gustus und Geldbeutel stehen hier von der Einsteigerversion Swing mit 5-Zoll-Touch-Display, Bluetooth und DAB-Radio bis hin zum hochauflösenden 8-Zoll-Farb-Touchscreen mit 3-D-Navi, High-Speed-Internet (LTE), einer 64 Gigabyte-Festplatte, TV-Tuner und DVD-Laufwerk in der Top-Variante Columbus.

Auch in puncto Sicherheit wartet der Superb mit einem umfangreichen Angebot auf: Multikollisionsbremse, City-Notbremsfunktion, automatischer Abstands- und Geschwindigkeitsregelung, Spurhalteassistent, Müdigkeitserkennung, Totwinkel-Warner, kamerabasierter Verkehrszeichenerkennung, Berganfahr- und Abfahrthilfe und dynamisches Kurvenlicht. Eine Elektronische Differentialsperre sorgt in der Kombination mit XDS+ dafür, dass die große Limousine in scharf gefahrenen Kurven ein neutrales Verhalten an den Tag legt und die Sicherheit erhöht. Komfortplus: Erstmals ist der Superb mit einem adaptiven Fahrwerk erhältlich.

Den Vortrieb im neuen Skoda Superb 2015 übernehmen fünf Benziner und drei Dieselmotoren, die künftig allesamt der Euro-6-Norm entsprechen. Bis auf den Einstiegsbenziner (120 PS) lassen sich alle Motoren mit einem Doppelkupplungsgetriebe kombinieren. Die 150 und 280 PS starken Benziner sowie die beiden Top-Diesel sind auch mit Allradantrieb erhältlich. Alle Aggregate kommen serienmäßig mit Start-Stopp-Funktion und sollen im Schnitt 30 Prozent weniger verbrauchen.

Offiziell dem Publikum vorgestellt wird der Skoda Superb auf dem Genfer Autosalon 2015. Im Juni startet der Verkauf der Limousine, das Raumwunder Skoda Superb Combi folgt im September.

Alle weiteren Highlights von der Messe in Genf finden Sie in unserer großen Bildergalerie.

Michael Gorissen