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Porsche Macan: Vierzylinder ab Juni 2016

Macan mit 2.0-Liter-Motor

Mit einem leicht überarbeiteten Vierzylinder-Motor aus dem VW-Regal nimmt der Porsche Macan ab Sommer eine neue Zielgruppe ins Visier. Passt der Basis-Benziner zum Wesen des Macan?

Wenn der neue Porsche Macan – ohne S oder irgendein anderes Kürzel – im Juni 2016 in den Handel kommt, dürften sich einige Apologeten bestätigt fühlen. Ja, der Vierzylinder hält Einzug. Und anders als in 718 Boxster und Cayman handelt es sich dabei nicht um eine Porsche-Eigenentwicklung im klassischen Boxer-Layout, sondern um den konventionellen Reihen-Vierzylinder aus dem VW-Regal. Der neue Basis-Benziner schöpft seine Kraft aus 2,0 Litern Hubraum und ist mit Direkteinspritzung, bis zu zwei bar Ladedruck und der variablen Nockenwellensteuerung VarioCam Plus ausgerüstet. Größere technische Unterschiede zum 2.0 TFSI der übrigen Konzernmarken gibt es nicht, in Zuffenhausen wird aber von einer speziell auf den Macan angepassten Abstimmung und einem Porsche-typischen Ansprechverhalten gesprochen. 252 PS und das bereits ab 1.600 U/min anliegende Drehmoment-Maximum von 370 Newtonmeter versprechen in jedem Fall souveräne Fahrleistungen, die sich in etwa auf Augenhöhe mit denen des Macan S Diesel bewegen. Konkret kündigen die Schwaben je nach Ausstattung einen Sprintwert von 6,5 bis 6,7 Sekunden aus dem Stand auf 100 an, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 229 km/h – kein schlechter Wert, aber in der traditionell besonders eiligen Porsche-Palette ist nur der Cayenne Diesel noch langsamer.

Bildergalerie starten: Porsche Macan mit Vierzylinder-Motor

Porsche rüstet den Macan mit 2.-Liter-Benziner aus

Wichtiger als die Performance dürfte vielen Porsche Macan-Kunden der Preis von 55.669 Euro sein. Das sind rund 5.000 Euro weniger als beim bisherigen Einstiegsmodell mit Selbstzünder und machen den "Macan 2.0 TFSI" zum bisher erschwinglichsten SUV der Schwaben. Das extrem dynamisch abgestimmte Fahrwerk samt Allradantrieb ist im Grundpreis ebenso enthalten wie das Porsche Doppelkupplungsgetriebe PDK, 18 Zoll-Felgen oder achtfach verstellbare Komfortsitze. Erkennen lässt sich der Basis-Macan am leichtesten anhand der Abgasanlage, die sich mit zwei einzelnen Endrohren begnügen muss: Alle bisherigen Varianten des schwäbischen Kompakt-SUV kommen mit vier Endrohren und bieten damit einen noch wuchtigeren Auftritt. Oberhalb des neuen Einstiegs in die Porsche Macan-Welt rangieren auch im Modelljahr 2016 die Modelle Macan S Diesel (258 PS), Macan S (340 PS), Macan GTS (360 PS) und Macan Turbo (400 PS). Ob der neue Einstiegs-Benziner zum sportlichen Naturell des Macan passt, klären wir demnächst im ersten Fahrbericht.

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Benny Hiltscher