Porsche 918 Spyder: Nürburgring-Nordschleife in 7:14 Minuten

Ring-Bezwinger

In 7:14 Minuten umrundet ein Prototyp des Porsche 918 Spyder die Nordschleife des Nürburgrings und setzt damit ein unübersehbares Ausrufezeichen

Unbeeindruckt von schwierigen Bedingungen demonstriert Porsche, das der ab 2013 ausgelieferte 918 Spyder in der Lage ist, die an ihn gestellten Erwartungen zu erfüllen. Bei einem einzigen Versuch, der auch noch mit stehendem Start absolviert werden musste, gelang den Schwaben mit einem seriennahen Prototypen eine famose Rundenzeit von 7:14 Minuten auf der Nürburgring Nordschleife.

Porsche 918 Spyder: Nürburgring-Nordschleife in 7:14 Minuten

Zwischen den Zeilen ist deutlich zu lesen, dass der Porsche 918 Spyder noch mehr Potenzial besitzt, wenn mehr Versuche gefahren werden können und die endgültige Serien-Abstimmung gefunden wurde. Selbst die nun veröffentlichte Zeit ist für Kenner mehr als eindrucksvoll, denn sie wurde auf sportlichen Straßenreifen und keineswegs auf speziellen Rennreifen gefahren. Kaum ein in Serie gebautes Automobil ist in der Lage, unter vergleichbaren Bedingungen mit dem neuen Aushängeschild von Porsche mitzuhalten.

Bei Ferrari & Co. dürfte man jedenfalls sehr aufmerksam verfolgen, wozu der Hybrid-Sportler in der Lage ist. Abgesehen vom optionalen Weissach-Paket, das nicht näher definierte Maßnahmen zur Steigerung der Fahrdynamik enthält, waren laut Porsche keine Performance-steigernden Maßnahmen verbaut.

Die Produktion des Supersportlers, der wie kein anderes Auto zuvor Fahrspaß mit Effizienz kombinieren soll, beginnt im September 2013. Die relativ leichte Tarnung der jüngsten Erlkönige erinnert an klassische Rennfahrzeuge der Zuffenhausener und verhindert nicht, dass wir einen guten Eindruck von der Formensprache des neuen Aushängeschilds der Marke erhalten.

In den nächsten Monaten wird bei Porsche viel Detailarbeit geleistet, um die beiden Elektromotoren und den Verbrennungsmotor des 918 perfekt aufeinander abzustimmen. Während ein E-Motor die Vorderräder antreibt, unterstützt die zweite E-Maschine den Verbrenner und treibt gemeinsam mit diesem die Hinterräder an.

Mehr Auto-Themen: Der kostenlose Newsletter der AUTO ZEITUNG

Für den EU-Zyklus peilen die Schwaben sparsame drei Liter auf 100 Kilometer an, im Fall der Fälle stehen dem Fahrer aber mehr als 770 PS zur Verfügung. Sowohl das Monocoque als auch der Aggregateträger bestehen aus leichtem Carbon, für maximale Performance kommen außerdem eine vollvariable Aerodynamik und aktive Hinterachslenkung zum Einsatz. Leider wird das beeindruckende Technikpaket kein Schnäppchen: Die 918 Exemplare wechseln zum Preis von 768.026 Euro den Besitzer.
Benny Hiltscher