Neuer BMW X3: Letzte Testfahrt vor der Premiere auf dem Pariser Salon
Über Stock und Stein im neuen X3
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Neuer BMW X3 (2010) |
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Die zweite Generation des BMW X3 rollt am 20. November zu den Händlern, Weltpremiere feiert das SUV auf dem Pariser Autosalon im Oktober. Wir waren auf Abstimmungsfahrt im neuen Bayern-SUV
Seit einiger Zeit haben wir Mitleid mit dem BMW X3. Weil das SUV schon seit 2004 im Dienst steht und man ihm das ansieht. Zwischen dem frischen X5 und dem kleinen Dynamiker X1 wirkt er mittlerweile wie Aschenputtel. Optisch etwas schmal und staksig, auf der Teststrecke durchaus dynamisch, aber in der Federung ungehobelt. Ein etwas zu rustikales Cockpit und kein ebener Ladeboden. Also her mit dem schickeren Nachfolger, der am 20. November startet.
Der Neue passt in die frische, elegantere Linie der Münchner: angriffslustiger Blick aus Doppelscheinwerfern mit LED-Lichtringen, dynamische Bügelfalten, ansteigende Seitenlinien und ein praller Abgang.
Kräftigere Statur, mehr Platz im Innenraum
Überhaupt, eine deutlich kräftigere Statur. Das verdeutlichen auch die neuen Maße: In der Länge legt der X3 um 8,7 Zentimeter auf rund 4,65 Meter zu, in der Breite 2,8 und in der Höhe um 1,2 Zentimeter. Beim Radstand sind es 15 Millimeter. Und jetzt kommt‘s: Vorn gibt es sieben und hinten gleich neun Zentimeter mehr Spurweite. Unser Eindruck beim Einsteigen? Es gibt feinere Armaturen, und das Karosseriewachstum bringt mehr Platz. Vier Zentimeter mehr Breite, hinten 2,3 Zentimeter mehr Knieraum.
Der Kofferraum (480 bis 1560 Liter) ist weiter gewachsen: 550 bis 1600 Liter. Auf eine verstellbare Rücksitzlehne hat BMW deshalb verzichtet, nebenbei aber die störende Stufe im Ladeboden beseitigt, die bisher beim Umklappen der Rücksitzlehnen entstand. Zudem lassen sich die Fondlehnen nun im praktischen Verhältnis 40:20:40 umlegen.
Die Geländeparameter haben sich leicht geändert: Die Bodenfreiheit zum Beispiel wächst von 20,1 auf 21,9 Zentimeter, und die Böschungswinkel legen auf 25,7 und 22,5 Grad zu (vorher: 23,9 vorn/21,8 hinten). Wichtiger sind die gestiegenen Anhängelasten: Bei den Vierzylindern erhöhen sie sich von 1,8 auf 2,0 Tonnen, bei den Sechszylindern gar von 2,0 auf 2,4 Tonnen.
Das Fahrwerk kommt vom BMW 3er
Der neue X3 besitzt das modifizierte Fahrwerk des 3er-BMW: Doppelgelenk-Zugstrebenachse mit McPherson-Federbeinen vorn, Fünflenkerachse hinten. Das Ganze gegen Aufpreis aufrüstbar mit Fahrdynamik-Programmschalter, adaptiven Dämpfern, Sportlenkung (reduziert die Lenkradumdrehung um 25 Prozent) und einer Sportautomatik – der schärferen Version der neuen Achtgang-Wandlerautomatik, die alle neuen X3-Sechszylinder an Bord haben.
Motoren von 143 bis 306 PS
Im übrigen hat BMW auch den bewährten xDrive-Allradantrieb spürbar verfeinert. Auch bei den Motoren weht ein neuer Wind. Der Vierzylinder-Diesel 20d hat 184 PS und eine Start-Stopp-Automatik. Als Benziner geht erst mal der 306 Turbo-PS starke 35i an den Start. Ab 2011 folgen der Einstiegs-Diesel 18d (143 PS) sowie die Sechszylinder 30d (245 PS) und 40d (306 PS) und ein 28i-Benziner mit 258 PS. Verkaufspreise verrät BMW noch nicht, aber neue Extras wie Head-Up-Display, Rückfahrkamera oder ein aktiver Tempomat mit Bremsfunktion. Dazu wie im 3er das neue Navisystem mit iDrive-Controller-Bedienung.
Ach ja, beim X3 wechselt auch die Staatsbürgerschaft. Während der bisherige bei Magna Steyr in Graz vom Band rollte, wird der Neue kostengünstiger im eigenen US-Werk Spartanburg gebaut; rund ein Drittel aller X3 sollen in den USA verkauft werden. Die Qualität werde darunter nicht leiden, schwört BMW. Klingt glaubhaft: Beim X5 funktioniert‘s.
Wolfgang Eschment

























































