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Neue SUV-Modelle: 50 Highlights bis 2016

Gewinner-Klasse

GLANZ UND GLORIA

Darf’s noch etwas mehr sein? Hier kommen die großen Kaliber. Kaufkräftige Amerikaner lieben sie, und der unvermeidbare China- Business-Mann auch: Willkommen in der fabelhaften Welt der Sechs-, Acht- und Zwölfzylinder, der Luftfederungen, Holzvertäfelungen, Karbon-Applikationen und Lederausstattungen.

Hier hinein gehört auch die neue, für Anfang 2014 geplante zweite Generation des Audi Q7, die bei allem Luxus um bis zu 400 Kilogramm leichter ausfallen soll. Erstmals soll es auch einen Coupé-Ableger geben: Mit dem Q8 wollen die Ingolstädter dem BMW X6 kontern. Die Neuschöpfung soll aber kein flachgedrückter Q7 sein, sondern mit einem sportlichen Design individuell auftreten. Bentley, die besonders noble Konzernmarke aus Crewe, arbeitet mit Hochdruck an ihrem ersten SUV. Während das in Genf gezeigte Studienmodell EXP 9F mangels Eleganz und Sportlichkeit eher zu Diskussionen als zur Begeisterung anregte, soll das Serien-SUV mit deutlich geschärftem Profi l auftreten. Die Produktionsentscheidung gilt als sicher. Die Motoren - 4,0-Liter-V8-Biturbo, 6,0-Liter W12-Biturbo - werden aus der Continental-Baureihe übernommen.

Auf SUV-Terrain wagt sich auch Jaguar. Der Offroad-Jag erscheint als Crossover. Technische Basis wird wahrscheinlich der neue Land Rover Freelander. Es ist mit Front- und Allradantrieb zu rechnen. Der XV wird mit mindestens 4,60 Metern aber etwas länger. Die Motorenpalette soll neben aufgeladenen V6-Zylindern auch einen 2,0-Liter-Turbobenziner (240 PS) und vierzylindrige 2,2-Liter- Turbodiesel (150 bis 190 PS) enthalten. Der Verkauf beginnt 2016.

Bereits im September 2013 verkauft BMW den neuen X5. Der Radstand wächst um 15 auf 2950 Millimeter. Zur Markteinführung im  November dürften sich auch X5-Fans über eine im Verhältnis 40:20:40 teilbare Rückbank freuen, die es in ähnlicher Form beim X3 bereits gibt. Die Rolle des Topmodells nimmt der 450 PS starke, 4,4-Liter-V8-Biturbo ein. Die Coupévariante X6 folgt 2014 neu.

Lamborghini und Maserati lassen neue SUV los

Die SUV-Welle macht auch vor Lamborghini nicht Halt. "Die dritte Baureihe ist ein Muss. Und ein SUV hat mehr Marktpräsenz als eine Estoque-Limousine“, sagt Rupert Stadler, Chef der Marke Audi, in deren Verantwortung die italienische Sportwagenmarke liegt. Ende 2015 soll es soweit sein, dann lässt Lambo den Urus los. Die gleichnamige Designstudie zeigt, wie sich die aufs Extreme geeichte Firma einen rund 600 PS starken, über 300 km/h schnellen Allradler vorstellt. Quell der Kraft dürfte der von Audi entwickelte 4,0-Liter-Biturbo sein, der es im neuen Audi RS 6 Avant bereits auf 560 PS bringt. Die Allradtechnik stammt aus der neuen großen Baukasten-Architektur des VW-Konzerns ("PL 73“), auf der auch die Nachfolger von VW Touareg, Audi Q7 und Porsche Cayenne basieren werden. Der Preis? Wir tippen auf 160.000 bis 180.000 Euro.

Ein echter Novize im SUV-Revier ist Maserati. Die italienische Edelmarke will im zweiten Halbjahr 2014 mit dem Levante antreten, auf den das Studienmodell namens Kubang bereits deutliche Hinweise gibt. Das Allrad-Knowhow und wahrscheinlich sogar die Technik borgt sich der Dreizack beim Konzernpartner Jeep. Ein V6-Turbodiesel wird von Chrysler/Lancia beigesteuert. Das 2987 Kubikzentimeter große Aggregat leistet 239 PS. Der Levante soll einen wesentlichen Beitrag leistenzum Wachstumsziel von 50.000 verkauften Maserati im Jahr 2015. Im letzten Jahr waren es 6200.

Mercedes: Als Ersatz für die im Jahr 2014 auslaufende R-Klasse kommt in Gestalt des MLC eine coupéhaft geschnittene Version des ML. Der sportliche Fünftürer ist gegen den BMW X6 positioniert. Diesel: MLC 250 4Matic (204 PS), MLC 350 4Matic (258 PS). Benziner:  MLC 500 4Matic (408 PS), MLC 63 AMG 4Matic (525 PS). Mittelfristig soll auch der neue 3,0-Liter-V6-Biturbo (333 PS) angeboten werden. Der drehmomentstarke Direkteinspritzer (max. 480 Nm) wird ab 2013 zunächst in den neuen E- und SKlassen zum Einsatz kommen. Ener-G-Force nennen die Schwaben einen interessanten Entwurf, der jüngst auf der Los Angeles Auto Show als Vision eines "Highway Patrol Vehicles“ des Jahres 2025 gedacht war. Ein zarter Hinweis auf das nächste G-Modell? Vielleicht. Aber das hat noch mindestens zehn Jahre Zeit. Ein Mercedes-Manager: "Die Werkzeuge und Maschinen sind längst bezahlt. Mit jedem G verdienen wir bares Geld.“

Dem Porsche Cayenne wird ab 2015 eine knackige Coupé-Versionzur Seite stehen, die fahrdynamisch Maßstäbe setzen soll. Auch starke Turbodiesel, wie etwa der ursprünglich von Audi stammende, aber stark modifi zierte 4,2-Liter-V8 (382 PS), sind zu erwarten.
Wolfgang Eschment / Stefan Miete