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VW und Mercedes: Neuheiten bis 2020

Champions League

Der Marktführer aus Wolfsburg gegen die Luxus-Elite aus Stuttgart: VW greift mit dem neuen Phaeton die S-Klasse an. Mercedes kontert: Die bis zu 381 PS starke A-Klasse jagt den Golf

Beim Fußball ist die Sache klar. Der VfL Wolfsburg spielt in der nächsten Saison in der Champions League, während der VfB Stuttgart um Haaresbreite dem Abstieg entgangen ist. Beim Kampf um die Champions-League-Plätze im Automobilbau sieht die Sache anders aus. Auch wenn Mercedes in den vergangenen Jahren manches Eigentor geschossen hat, spielen die Schwaben seit Jahrzehnten in der automobilen Königsklasse und rangieren beim Image immer noch einige Plätze höher in der Tabelle als Volkswagen. Doch je nach Segment haben die Wolfsburger in den vergangenen Jahren stark aufgeholt.

Mercedes vs. VW: Phaeton ab 2017 gegen S-Klasse

Ein Golf ist beispielsweise derzeit auch von Mercedes nicht zu schlagen. Und der Wettstreit geht munter weiter. Zu welcher Meisterschaft man es inzwischen in Wolfsburg nicht nur im Fußball gebracht hat, soll der neue VW Phaeton unter Beweis stellen. Bislang erntete der Luxusliner durch sein hohes Gewicht und die Ähnlichkeit zum Passat Kritik. Das alles wird sich in Zukunft garantiert ändern. Der neue, zirka 5,15 Meter lange Phaeton wird durchschnittlich um 200 Kilo leichter.

Der Radstand beträgt knapp 2,90 Meter. Die Einstiegsvarianten sollen weniger als zwei Tonnen auf die Waage bringen. Technische Basis des Ganzen ist der MLB (Modularer Längsbaukasten). Wie der Audi A8 erhält der künftige Phaeton eine Aluminium-Karosserie. Als Basismotorisierung dient ein Sechszylinder-Benziner, der wie der schwächste Diesel  zirka 272 PS leisten soll. Im Angebot ist außerdem ein V8 und darüber hinaus noch ein Plug-in-Hybrid, kombiniert mit einem Sechszylinder-Verbrenner. Der Phaeton startet im Juni 2017.

Der neue W12 soll nur noch als Mild-Hybrid angeboten werden und dank Rekuperation eine Verbrauchsersparnis bis zu acht Prozent realisieren. Entwicklungsziel ist ein Konsum von weniger als zehn Liter auf 100 Kilometer. Der W12 als das Hightech-Aggregat im Phaeton soll ein Drehmoment von bis zu 1.000 Newtonmeter mobilisieren und eine Leistung von zirka 660 PS auf die Straße bringen. Erstmals kommt hier die doppelte Twin-Scroll-Technik  zum Einsatz. Der ausschließlich als Allradler erhältliche große Volkswagen wird über eine ZF-Achtgang-Automatik verfügen.

In diesem Segment ganz groß geschrieben werden Raumangebot und Komfort. Der neue Phaeton soll daher im Fond mit geradezu fürstlichen Platzverhältnissen verwöhnen. Aber auch die vorderen Insassen werden wohl kaum über Platzängste klagen. Im Unterschied zur nächsten Generation des Audi A8 soll das VW-Flaggschiff weniger fahrdynamisch, sondern  betont komfortorientiert ausgelegt sein.

Phaeton: Technik auf höchstem Niveau

Hier ist der erklärte Gegner die Mercedes S-Klasse, die bislang in diesem Segment als Benchmark gilt. Federung und elektronische Wankstabilisierung sollen die Grundlage für herausragenden Fahrkomfort sein. Der Phaeton, der erstmals über ein zentrales Fahrerassistenzsystem-Management verfügt, wird alle nur erdenklichen Innovationen an Bord haben. Automatisches Einparken ist Pflicht, und auch automatisiertes Fahren soll weitgehend möglich sein.

Ebenfalls erhältlich ist eine Magic-Ride-Funktion, die in Verbindung mit der Luftfederung für hervorragenden Reisekomfort bürgen soll. Der Hammer aber ist zweifellos der Innenraum, mit dem der neue Phaeton 2016 für eine Revolution im Automobilbau sorgen soll. Das Wolfsburger Flaggschiff wird das erste gebogene Display in einem Automobil erhalten. Ein riesiger, etwa 16 Zoll großer Bildschirm wird die breite Schalttafel prägen, die erstmals ohne Knöpfe auskommt. Das leicht zum Fahrer geneigte Armaturenbrett verfügt über ein Head-up-Display und eine digitale Zentralanzeige mit den Instrumenten, die selbstverständlich personalisierbar ist. Die Bedienung erfolgt auch über Gestensteuerung.

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Volker Koerdt, Stefan Miete