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Mercedes Urban eTruck: IAA Nutzfahrzeuge 2016

Urban eTruck schafft 200 Kilometer

Auf der IAA Nutzfahrzeuge 2016 zeigt sich der Mercedes Urban eTruck das erste Mal der Öffentlichkeit. Der vollelektrische 26-Tonner schafft mit einer Batterieladung 200 Kilometer und ist für den Verteilerverkehr gedacht.

Mit dem Mercedes Urban eTruck präsentiert Daimler auf der IAA Nutzfahrzeuge 2016 (22. bis 29. September), dass sie es nicht nur bei den PKW ernst meinen mit ihrer neuen Elektro-Strategie. Mit dem Elektro-Truck zeigen Sie der Öffentlichkeit ihren ersten vollelektrischen 26-Tonner, der sich emissionsfrei im städtischen Verteilerverkehr bewegen soll. Seine Achse ist der des Konzepts "Mercedes-Benz Citaro Hybrid Bus" nachempfunden und hinten mit zwei Elektromotoren ausgestattet, die jeweils unmittelbar neben den Radnaben liegen. Ihre Leistung beläuft sich auf rund 2 x 170 PS und 2 x 500 Newtonmeter maximales Drehmoment. Somit kann der Mercedes Urban eTruck was Nutzlast und Performance angeht, locker mit seinen Kollegen mit Verbrenner mithalten. Auch bei seiner Gewichtsbilanz muss der Dreiachser sich nicht verstecken, zwar bringt der neue Antriebsstrang mit Batterien und Co. mal eben 1.700 kg Mehrgewicht, doch die EU erlaubt für den Alternativantrieb eine Erhöhung des zulässigen Gesamtgewichts um eine Tonne, sodass der eigentliche Gewichtsnachteil bei 700 Kilogramm liegt.

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Mercedes Urban eTruck getarnt unterwegs (Video):

 

Mercedes Urban eTruck mit 200 Kilometern Reichweite

Die Batterien des Mercedes Urban eTruck verfügen über eine Kapazität von 212 kWh, was sich trotz des hohen Gewichts in einer maximalen Reichweite von 200 Kilometern widerspiegelt. Für eine Tagestour im Verteilerverkehr, für den der Elektro-Lkw vorgesehen ist, ist das in der Regel ausreichend. Ansonsten lässt sich der Elektrotruck binnen zwei bis drei Stunden wieder völlständig aufladen. Die Reichweite wird zusätzlich durch verschiedene Assistenzsysteme an Bord optimiert. Das Programm FleetBoard for urban distribution stellt sicher, dass alle vorgesehenen Transportaufgaben innerhalb der Reichweite einer Lkw-Flotte erledigt werden können. Dazu werden verschiedenste Variablen wie Palettenplätze in den Lkw, Gewicht, Reichweite und Fahrzeiten einbezogen. Darüber hinaus helfen dem Mercedes Urban eTruck das Predictive Charge Management und der vorausschauende Tempomat Predictive Powertrain Control die Kapazitäten optimal zu nutzen. Bedient wird das ganze über zwei Displays anstelle herkömmlicher Instrumente und ein weiteres Tablet. Das Zentraldisplay im Cockpit zeigt alle wichtigen Fahrdaten und in der Mittelkonsole werden nützliche Informationen zur vorausliegenden Strecke abgebildet. Über das Tablet lassen sich weitere Informationen über den Mercedes Urban eTruck abrufen, zum Beispiel die genaue Reichweite der Batterien.

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Mercedes Urban eTruck kommt Anfang der 2020er

Der Fahrer des Mercedes Urban eTruck kann zwischen verschiedenen Fahrmodi wählen, wobei der Lkw standardmäßig im "auto"-Modus unterwegs ist. Als weitere Einstellungen können der Power-Modus "agile" oder für maximale Reichweite "eco" ausgewählt werden. Gestaltet ist der Mercedes Urban eTruck ganz im Stil der Stuttgarter: schlicht und schnörkellos. Da die Elektromotoren keine Kühlung benötigen verzichtet Mercedes auf die Lufteinlässe an der Front und platziert stattdessen einen mit LEDs ausgestatteten Black-Panel-Grill als optisches Highlight. Ebenso charakteristisch sind die neuen Mirrorcams, die an die Stelle der Außenspiegel treten. Die Markteinführung des Mercedes Urban eTruck kann sich Daimler zu Beginn der 2020er vorstellen.

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Lena Reuß