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Mercedes SLC (2016): Preise und Marktstart

Preis-Update für den SLC

Mehr Glanz, weniger Gloria: Die Schwaben präsentieren den SLK-Nachfolger Mercedes SLC und lassen den V8-Motor sterben. Zum Martkstart im März 2016 werden auch die Preise für den Roadster angepasst.

Mercedes gibt sich weiter offen im neuen Jahr und bläst tapfer zur großen Open-Air-Offensive. Denn als wären neue Cabrios für die S-Klasse ganz oben im Portfolio und für den Smart ganz unten nicht genug, polieren die Schwaben jetzt auch noch ihre Roadster auf. Den frisch gemachten SL haben sie schon im November in Los Angeles gezeigt und seinen kleinen Bruder enthüllen sie auf der NAIAS in Detroit (11. bis 24. Januar 2016). Dann allerdings unter neuem Namen. Denn als letzter Brocken aus der schwäbischen Buchstabensuppe wird der Mercedes SLK künftig als Mercedes SLC geführt, um die technische Nähe zur C-Klasse zu betonen. Von hinten betrachtet, ist das "C" anstelle des "K" fast schon die einzige Neuerung beim Design. Vorne dagegen werden die Unterschiede dann schon etwas deutlicher. Denn zwischen den neuen, jetzt auf Wunsch auch mit LED-Technik erhältlichen Scheinwerfern ragt nun ein steilerer Grill auf, der wie bei A-Klasse & Co Daimlers neue Diamanten-Optik trägt. Dazu gibt es im Mercedes SLC einen aufgehübschten Innenraum mit metallischen Schaltern, neuen Sportlenkrädern und einem größerem Display in der Mittelkonsole, über das nun die neueste Infotainment-Generation läuft.

Bildergalerie: Mercedes SLC in Detroit (NAIAS 2016)

Mercedes SLC: Neue Preise für den Roadster

Und weil die Mercedes-Ingenieure doch einen Sinn fürs Praktische haben, geben sie bei der Verdeckbedienung endlich klein bei. Als einer der letzten Roadster erlaubt deshalb nun auch der Mercedes SLC die Betätigung des hart verschalten Variodachs während der Fahrt – zumindest, wenn man die Bewegung im Stand gestartet hat und nicht mehr als 40 Sachen fährt. Die größten Änderungen gibt es unter der Haube – und das sind nicht unbedingt die besten. Denn auch wenn der Mercedes SLC im Alphabet nach vorne rückt, fällt er motorisch deutlich zurück und bietet zwar mehr Glanz, aber dafür weniger Gloria. Der neue Basismotor im Mercedes SLC 180 mit 156 PS mag noch in Ordnung gehen. Nicht zuletzt, weil er dafür sorgen wird, dass die noch nicht näher bezifferten Preise halbwegs konstant bleiben und man den Mercedes SLC wohl auch weiterhin unter 40.000 Euro bekommen wird. Doch dass statt des famosen V8-Motors mit seinen 421 PS im SLK 55 nun ein magerer 367 PS starker Dreiliter-V6 eingebaut wird und man sich mit einem Mercedes-AMG SLC 43 anfreunden muss, dass dürfte den eingefleischten Fans vor allem in den USA sauer aufstoßen – selbst wenn AMG-Chef Tobias Moers das Downsizing mit niedrigerem Gewicht und geringerem Verbrauch schönrede, von einer vergleichbaren Rennstrecken-Performance spricht und damit prahlt, dass der SLC 43 "den AMG-typischen Fahrspaß in einem kompakten offenen Zweisitzer zeitgemäß auf die Straße" bringt. Denn auch wenn der Mercedes-AMG SLC 43 in 4,7 Sekunden von 0 auf 100 kommt und wie der SLK 55 bei 250 km/h abgeregelt wird, fehlen ihm zwei Zylinder, 2,5 Liter Hubraum und 44 PS. Was sind da schon 0,6 Liter Verbrauchsdifferenz?

Die ersten Bilder: Alle Highlights der NAIAS 2016
 
S-Klasse und Smart, SL und SLC – vier neue Open-Air-Modelle in einer Saison – das hat es bei Mercedes so noch nie gegeben. Doch zufrieden sind die Schwaben damit noch nicht. Wenn stimmt, was die Spatzen in Stuttgart von den Dächern pfeifen, steht im März in Genf auch noch das Mercedes C-Klasse Cabrio und mit ein bisschen Glück lässt im Oktober in Paris der AMG GT Roadster die Hüllen fallen.

Mehr zum Thema: Mercedes-AMG S 65 Cabriolet

Mercedes SLC (2016): Preise Motor Leistung Preis
Mercedes SLC 180 1,6 Liter, R4 156 PS 34.926 Euro
Mercedes SLC 200 2,0 Liter, R4 184 PS 39.805 Euro
Mercedes SLC 300 2,0 Liter, R4 245 PS 46.380 Euro
Mercedes SLC 250 d 2,2 Liter, R4 204 PS 43.524 Euro
Mercedes SLC 43 AMG 3,0 Liter, V6 367 PS 59.886 Euro

Thomas Geiger