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Mercedes E-Klasse Langversion (2016): Vorstellung

Mercedes streckt die E-Klasse

Die Mercedes E-Klasse Langversion (2016) wird  außerhalb Chinas wohl nicht zu Gesicht bekommen. 14 Zentmeter machen aus ihr ein lupenreines Chauffeurs-Auto!

Dass es in China öfter als andernorts auf die Länge ankommt, wissen Autobauer seit Jahren. Mit Fahrzeugen wie der Mercedes E-Klasse Langversion (2016) tragen die Hersteller der besonderen chinesischen Vorliebe für verlängerte Karosserien Rechnung und zeigen gleichzeitig, wie edel es in einer modernen Oberklasse-Limousine zugehen kann. Weil Maos Erben lieber hinten rechts als vorne links sitzen und ihren Status nach wie vor auch über die Länge ihrer Limousine definieren, kommt es eben doch auf ein paar Zentimeter an. Das weiß auch Daimler und baut die neue Mercedes E-Klasse auch als Langversion – für China. Immerhin 14 Zentmeter setzen die Schwaben gemeinsam mit ihrem chinesischen Kooperationspartner hinter der B-Säule ein und stecken die Mercedes E-Klasse Langversion so mit 5,06 Metern auf das Format der S-Klasse. Dabei wächst allerdings nicht nur der Fußraum für die Hinterbänkler und der Zustieg wird deutlich bequemer, Mercedes baut für die hohen Herren im Heck auch die Mittelarmlehne zu einer zweiten Kommando-Zentrale aus: Ein USB-Anschluss, ein beleuchtetes Ablagefach und ein gekühlter Cupholder sind dort zwar wenig überraschend und auch die Schale für das kabellose Laden des Handys war nur eine Frage der Zeit. Doch dass es zum ersten Mal in einem Mercedes jetzt auch einen Touchscreen gibt, ist eine kleine Sensation, die auch bei den Europäern Hoffnungen auf einen Philosophiewechsel bei der Bedienung des Infotainmentsystems schürt.

Bildergalerie starten: Mercedes E-Klasse Langversion

Mercedes-Modellpalette im Video:

 

Die Mercedes E-Klasse Langversion bietet Luxus und Platz

Über den Fond hinaus ändert sich bei der Mercedes E-Klasse Langversion (2016) allerdings nichts: Es bleibt beim faszinierenden Hightech-Cockpit mit den beiden großen, nahtlos mit dem Armaturenbrett verschmolzenen Bildschirmen, bei einer bisweilen ziemlich schrillen Ambientebeleuchtung mit 64 Farben, bei einem Heer von Assistenzsystemen und dem eher behutsam weiterentwickelten Design, das auch in China mit zwei unterschiedlichen Fronten angeboten wird. Das attraktivere Cockpit, die intelligenteren Assistenten, das frischere Design und jetzt auch noch den geräumigen Fond mit dem ersten Touchscreen in einem Mercedes – hat die S-Klasse neben der neuen E-Klasse schon bislang ziemlich alt ausgesehen, fällt das Flaggschiff mit der Langversion gar vollends in die zweite Reihe zurück. Auch das ist ein Grund, weshalb Mercedes die lange E-Klasse an der kurzen Leine hält: Gebaut in Peking und ausschließlich für den lokalen Markt in China bestimmt, schließen die Schwaben den Export nach Europa kategorisch aus.

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Thomas Geiger