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Mercedes Generation EQ: Alle Infos

Studie EQ macht Mercedes fit für's Elektro-Zeitalter

Mit dem Generation EQ präsentiert Mercedes eine reine Elektrostudie, die voraussichtlich 2019 in Serie geht. Sie hat zwei Motoren, die zusammen 408 PS leisten. Die Akkuspacks mit einer Kapazität von 70 kWh sollen eine Reichweite von bis zu 500 Kilometern ermöglichen.

Nach anfänglichen Spekulationen um ein Elektro-SUV, lüftet man in Stuttgart nun das Geheimnis um die Studie Mercedes Generation EQ. Dabei war der elektrische Smart von 2007 für Dieter Zetsche nur der Anfang. "Jetzt legen wir den Schalter um", verspricht der Daimler-Chef und kündigt eine Elektro-Offensive an, mit der die Schwaben alle Fahrzeugsegmente von der Kompakt- bis zur Luxusklasse abdecken wollen. Dafür entwickeln sie nicht nur eine neue Architektur, die in jeder Dimension flexibel ist und vom Radstand über die Spurweite bis zur Batteriekapazität und der Motorleistung weitgehend frei skaliert werden kann. Sie heben gleich auch eine neue Submarke aus der Taufe: So wie es für die sportlichen Kunden AMG und für die verwöhnten Besserverdiener Maybach gibt, wollen sie die elektrische Intelligenz künftig mit "EQ" bedienen. "Denn emissionsfreie Automobile sind die Zukunft", ist Zetsche überzeugt und will EQ zu einem umfassenden elektrischen Ökosystem machen. "Und unsere neue Marke geht deshalb weit über das E-Fahrzeug hinaus und steht für ein umfassendes Portfolio aus Services, Technologien und Innovationen."

Bildergalerie starten: Elektrostudie Generation EQ

Das Mercedes GLC Coupé im Video:

 

Studie Mercedes Generation EQ markiert E-Auto-Ära

Als Vorboten dieser neuen Zeit rollt Mercedes die Studie "Generation EQ" auf mächtigen 21-Zöllern ins Rampenlicht. Auf den ersten Blick eine Art GLC Coupé von übermorgen, soll der aalglatte Viersitzer ohne Türgriffe oder Spiegel die Messegäste einstimmen auf ein "elektrifiziertes Design", das ganz neue Stilmerkmale zeigt. Außen ist das vor allem die schwarz verglaste Frontpartie, die den einstigen Kühlergrill nur noch als blaue Illumination kennt und auch den großen Stern mit weißen Leuchtdioden nachbildet. Und innen ist das eine coole Cockpitlandschaft fast ohne Schalter und Knöpfe. Stattdessen gibt es im Generation EQ ein virtuelles Cockpit, das breiter ist als in der neuen E-Klasse und Touchscreens, wo man auch hinschaut: Egal ob im Lenkrad, auf der schwebenden Mittelkonsole oder in den Türkonsolen – überall reicht ein Fingertipp auf einen Bildschirm und der EQ ist zu Diensten. Nur auf die traditionelle Sitzverstellung in den Türen wollten die Schwaben offenbar nicht verzichten. Unter der coolen Karosse steckt eine Plattform, die mit einem intelligenten Mix aus Stahl, Aluminium und Karbon die Schere zwischen Kosten und Gewicht eng geschlossen hält und Platz bietet für eine skalierbare Antriebs-Architektur. Der Preis für den Generation EQ soll in etwa auf dem Niveau eines gut ausgestatteten GLC liegen, was dann ungefähr 70.000 Euro wären.

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Der Mercedes Generation EQ schafft 500 Kilometer

Für den Messeauftritt mit der maximalen Auslegung bestückt, kommt der EQ mit zwei Motoren auf 408 PS und 700 Newtonmeter, die einen Sprint von 0 auf 100 km/h in weniger als fünf Sekunden ermöglichen. Die Akkupacks im Wagenboden haben eine Kapazität von 70 kWh und sollen für bis zu 500 Kilometer reichen. Einmal leergefahren, lassen sie sich induktiv oder an der Steckdose mit den unterschiedlichsten Systemen laden. Dabei reichen dem Generation EQ im besten Fall fünf Minuten, um den Strom für 100 Kilometer nachzutanken. Zwar nennt Daimler-Chef Zetsche das autonome Fahren neben der Connectivity, dem Sharing-Gedanken und der Elektrifizierung des Antriebs als eine der vier Säulen, auf die sich Mobilität bei Mercedes künftig stützen wird. Doch vom vollständigen Autopiloten ist beim Generation EQ noch nicht die Rede. Stattdessen will Mercedes die Fahrerassistenz weiter ausbauen und die Freizeit für den Fahrer so zumindest schrittweise erhöhen. Dabei setzen die Schwaben neben der intelligenten Fusion der Sensordaten vor allem auch die dreidimensionalen Karten des Providers HERE, den sie zusammen mit Audi und BMW vor Jahresfrist gekauft haben und der für Generation EQ zum ersten Mal eine Landkarte in Echtzeit bereitstellt.

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Die zwei Motoren des Generation EQ leisten 408 PS

Auch wenn Mercedes mit der Premiere von Paris den Schalter umlegen will, es wird noch etwas dauern, bis in Stuttgart das Licht der Elektromobilität so richtig hell erstrahlt, denn die Serienversion des Mercedes Generation EQ kommt erst 2019. Gut, dass es bis dahin immerhin den elektrischen Smart gibt, dessen Reichweite für das lange Vorspiel gerade noch einmal aufgestockt wurde. Bis 2025 gibt es dann inklusive des Smart mehr als zehn reine Elektrofahrzeuge im Portfolio von Mercedes Benz, die zwischen 15 und 20 Prozent des Gesamtabsatzes ausmachen sollen.

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Thomas Geiger