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Land Rover Defender: Celebration Series zum Abschied 2015

Verabschiedung einer Ikone

Seit 1948 wird der Land Rover Defender äußerlich beinahe unverändert gebaut. Den Namen "Defender" erhielt er zwar erst 1990, er steht aber wie kein anderes Auto für urig-britischen Automobilbau

Land Rover stimmt mit drei Sondermodellen auf den Abschied vom Defender ein. Da der kantige Geländewagen-Klassiker nach 68 Jahren nicht mehr alle kommenden Emissions- und Sicherheitsstandards erfüllt, läuft die Produktion in Europa in diesem Jahr aus. Die limitierten Sondermodelle sollen die besonderen Charaktereigenschaften des Defender herausstellen. Im Laufe des Jahres werden sie als «Celebration Series» auf den Markt kommen.

Land Rover Defender: Sondermodelle zum Abschied 2015

Den Anfang macht im April der Defender Autobiography, der den Unternehmensangaben zufolge rund 64.000 Euro kosten und in einer Auflage von nur 180 Exemplaren gebaut wird. Basierend auf dem kurzen Station Wagen kommt er mit zweifarbiger Lackierung und umfangreicher Ausstattung, zu der auch eine Polsterung in Windsor-Leder zählt. Außerdem wird die Leistung des 2,2 Liter großen Turbodiesels von 90 kW/122 PS auf 110 kW/150 PS gesteigert.

Historisch korrekt gibt sich der Defender Heritage, den Land Rover für August angekündigt hat. Er zitiert mit seinem grasgrünen Lack, dem weißen Dach und dem Logo «HUE 166» die Erstauflage des Geländewagens und wird 2654 Mal gebaut. Den Preis der 90 kW/122 PS starken Sonderserie taxiert die Deutschlandzentrale in Schwalbach auf 40.000 bis 45.000 Euro.

Ebenfalls im August kommt als drittes Sondermodell der Defender Adventure, der an die Modell-Karriere als Abenteurer erinnert. Dafür bekommt das Auto einen speziellen Unterfahrschutz, eine besonders robuste Bereifung, eine rustikale Lederausstattung sowie eine aufwendig modifizierte Karosserie. Ebenfalls mit der 90 kW/122 PS starken Version des 2,2-Liter-Diesels bestückt, soll er 2277 Mal gebaut und auch für 40.000 bis 45.000 Euro verkauft werden.

Das Aus für den Defender in Europa ist beschlossene Sache. Aber Land Rover hat für Freunde des urtümlichen Modells noch einen Trost, der über die Sondermodelle hinausgeht: Noch in diesem Jahr will das Unternehmen einen Ausblick auf eine neue Defender-Familie geben, wie Baureihenleiter Nick Rogers ankündigte.

dpa/az