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Kia Niro: Genfer Autosalon 2016

Kia bringt den Niro als Hybrid

Der neue Kia Niro sieht aus wie ein gewöhnliches Kompakt-SUV, rollt aber mit sparsamem Hybrid-Antrieb zum Genfer Autosalon 2016 (3. bis 13. März). Kann der Koreaner so den Prius ärgern?

Der neue Kia Niro beweist auf dem Genfer Autosalon 2016 (3. bis 13. März), dass längst nicht jeder Saubermann ein Spießer sein muss. Mit dieser Vorgabe schicken die Koreaner ihren neuen Niro gegen den Toyota Prius ins Rennen. Denn während man dem Hybrid-Bestseller aus Japan seinen alternativen Antrieb auf 100 Meilen gegen den Wind ansieht, tarnt sich der Herausforderer aus Korea im Gewand eines kompakten SUV eine halbe Klasse unterhalb des neuen Sportage. Zum ersten Mal zu sehen war der Niro vor einigen Wochen in Chicago, nun gibt er seine Europa-Premiere in Genf. In den Handel kommt das Hybrid-SUV zu Schätzpreisen knapp unter 30.000 Euro noch in diesem Sommer. "Wir wollen nicht allein mit einem extrem niedrigen Verbrauch und ordentlichen Fahrleistungen überzeugen, sondern auch mit einem attraktiven Design", sagt Produktplaner Orth Hedrick: "Deshalb schreit der Niro nicht gleich: Ich bin ein Hybrid!" Statt mit der ausgeprägten Tropfenform des Toyota tritt er deshalb mit dem bulligen Look eines schnittigen Geländewagens auf und wirkt so wie die gelungene Mischung aus Kia Soul und Sportage. Und ein bisschen mehr Platz als Prius & Co. bietet der Kia Niro bei 4,35 Metern Länge mit seinem aufrechten Heck und seinem großen Kofferraum obendrein.

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Der Kia Niro ist ein Hybrid im praktischen SUV-Kleid

Unter dem Blech allerdings machen die Koreaner keine Kompromisse und setzen auf die Kombination eines nagelneuen 1,6-Liter-Turbdirekteinspritzers und einer E-Maschine, die aus einem Lithium-Polymer-Akku gespeist wird. Zusammen 141 PS stark, kommt der Antrieb auf maximal 265 Newtonmeter, sollte den Niro in knapp zwölf Sekunden auf Tempo 100 wuchten und bei Vollgas rund 180 km/h schaffen. Zwar kann der Niro anders als der Prius nicht auf Knopfdruck rein elektrisch fahren und viel mehr als ein paar hundert Meter ohne Verbrenner schafft man auch mit dem sanftesten Gasfuß nicht. Doch dafür ist das Antriebstandem im Mischbetrieb entsprechend sparsam. Rund fünf Liter kalkulieren die Amerikaner in ihrem Normzyklus, in Europa werden wohl vier oder sogar etwas weniger im Datenblatt stehen. Cooles Design und überzeugende Öko-Technik im Tarnkleid – ob diese Rechnung aufgeht, wird sich zeigen müssen. So ganz sicher sind sich die Koreaner da offenbar selbst nicht. Deshalb fahren sie mit ihren zwei Marken vorsichtshalber zweigleisig – und bieten bei Hyundai den gleichen Antrieb im Ioniq mit originärem Prius-Design an.

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Thomas Geiger