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GVT Ox: Transporter im Baukastenprinzip

Kleintransporter zum Selberbauen

Der Ox ist ein Kleintransporter der "Global Vehicle Trust"-Stiftung (GVT). Ziel ist es, Menschen in abgelegenen Regionen mobiler zu machen. Der Ox wird im Paket geliefert und vor Ort zusammengesetzt. Lediglich drei Personen sind dafür nötig.

Der GVT Ox ist ein leichter und robuster Allzwecktransporter, etwa von der Größe eines SUV. Der Clou dabei: Er wird in Einzelteilen geliefert und vor Ort zusammengebaut. Wer jetzt an Ikea denkt, liegt gar nicht so falsch. Lediglich drei Personen mit etwas Geschick und ein paar simplen Werkzeugen, wie zum Beispiel Schraubenschlüsseln, werden benötigt, um den Ox innerhalb von etwa zwölf Stunden zusammenzubauen. Gedacht ist er vor allem für den Einsatz in schwer zugänglichen oder unterentwickelten Regionen der Welt, mit dem klaren Auftrag, die Mobilität der dort lebenden Menschen signifikant zu verbessern. Der britische Geschäftsmann Sir Torquil Norman steckt hinter diesem "Global Vehicle Trust" (GVT) genannten Projekt, das er G2013 ins Leben rief. Unterstützung hatte er von Gordon Murray, der auch schon Formel-1-Rennwagen für McLaren entworfen hat. Die einzelnen Bauteile werden in Großbritannien gefertigt und auf durchdachte Art und Weise in einem großen Karton platziert. Das gilt auch für den Motor, um den alle Teile herum angeordnet werden. Vor Ort wird dann das Chassis über den Motor gestülpt, so dass auf komplizierte und sperrige Hebevorrichtungen komplett verzichtet werden kann. Das gelingt, weil der Motor im exakt richtigen Einbauwinkel in den Karton platziert wurde.

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Der GVT Ox im Video:

 

Der GVT Ox – Kleintransporter zum Selberbauen

Die Karosserie des Ox besteht aus mehrschichtigem Holz, das wasserabweisend lackiert ist. Der gesamte Kleintransporter wiegt 1,6 Tonnen und hat eine Nutzlast von 1,9 Tonnen. Die Ladefläche bietet Platz für drei Europaletten oder etwa 13 Personen. In der Fahrerkabine finden drei Personen Platz, wobei der Fahrer in der Mitte sitzt. Dadurch kann der OX sowohl in Ländern mit Rechts- als auch Linksverkehr eingesetzt werden. Der Motor ist ein 2,2-Liter-Vierzylinder-Saugdiesel, wie er im Ford Transit zum Einsatz kommt. Er leistet 100 PS. Diese werden über ein manuelles Fünfganggetriebe an die Vorderräder übertragen. Die Räder des Ox sind einzeln aufgehängt, mit Scheibenbremsen versehen und messen 16 Zoll. Die Wattiefe des OX beträgt 75 Zentimeter. Viele Bauteile sind mehrfach einsatzbar. So lässt sich die Heckklappe beispielsweise leicht abmontieren und als Laderampe nutzen. Ausklappbare Sitze auf der Ladefläche können auch als Sandbleche dienen, falls der Ox sich festgefahren hat. Der GVT ist momentan noch auf der Suche nach Investoren, damit die ersten Einheiten des Ox produziert werden können. Offizielle Preisangaben existieren noch nicht, es wird jedoch geschätzt, dass ein Ox zwischen 12.000 und 17.000 Euro liegen könnte.

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Der GVT Ox hat eine Nutzlast von knapp zwei Tonnen

Auch für Kunden aus Europa, etwa Landwirte oder Forstunternehmen könnte der Ox damit interessant sein. Für den europäischen Markt stünde dann auch eine bereits zusammenmontierte Version zur Verfügung. Gewinne aus diesem Geschäft flössen wieder direkt zurück in die Weiterentwicklung des Ox. Vor 30 Jahren gab es bereits ein ähnliches Projekt. Damals scheiterte die Verwirklichung des sogenannten "Africar" an der Finanzierung.

Michael Strathmann