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Ferrari GTC4Lusso/GTC4Lusso T (2016): Preis

Rasende Vernunft im GTC4Lusso

Der neue Ferrari GTC4Lusso (2016) zeigt, wie praktisch ein Ferrari sein kann. Und verdammt schnell ist der Italiener natürlich auch. Als V12 startet der Preis ab 261.883 Euro!

Dem Namen nach handelt es sich beim Ferrari GTC4Lusso (2016) um ein völlig neues Modell, doch auf den zweiten Blick schrumpft die vermeintliche Neuheit zum Facelift zusammen. Unheimlich reizvoll ist der überarbeitete FF natürlich trotzdem, auch wenn man über die Notwendigkeit des neuen Namens streiten kann. Optisch erinnern viele Details an den seit 2011 angebotenen FF, der also unter dem neuen Namen Ferrari GTC4Lusso (2016) startet. Wer angesichts des neuen Namens auch eine gründliche Überarbeitung des Designs erwartet, wird jedenfalls enttäuscht: Die Modellpflege ist ein Fall für Kenner, die das FF-Design nicht nur in seinen Grundzügen kennen und daher auch kleine Unterschiede sofort erspähen können. Wer nicht selbst suchen will, sollte vor allem auf die seitlichen Luftauslässe in den vorderen Kotflügeln, die Rückleuchten und die Heckklappe achten. Denn nur hier durften sich die Ferrari-Designer am Ferrari GTC4Lusso (2016) ein wenig austoben und auffällige Änderungen umsetzen.

Bildergalerie starten: Ferrari GTC4Lusso

Ferrari GTC4Lusso im Video:

 

Ferrari GTC4Lusso (2016) mit 690 oder 610 PS

Die marginalen Modifikationen an Frontschürze und -Scheinwerfern sowie die mit einer zusätzlichen Sicke umgestaltete Motorhaube des Ferrari GTC4Lusso (2016) springen jedenfalls nur ausgewiesenen Ferrari-Kennern sofort ins Auge. Was das Design bereits andeutet, setzt sich bei der Technik fort: Der neue Ferrari GTC4Lusso (2016) orientiert sich eng am bisherigen FF – und behält damit seine Sonderrolle im exklusiven Programm der Italiener. Wie bisher setzt der 2+2-Sitzer auf einen 6,3 Liter großen V12-Saugmotor, der seine Kraft mit Hilfe eines dynamisch abgestimmten Allradantriebs auf den Asphalt bringt. Trotz des ähnlichen Grundkonzepts verstecken sich beim Antrieb die wichtigsten Änderungen der Modellpflege, denn die Ferrari-Entwickler haben den Allradantrieb um eine gelenkte Hinterachse ergänzt und nennen ihn nun 4RM-S. Die dahinter verborgene Technik sorgt bei niedrigen Geschwindigkeiten für einen kleineren Wendekreis und bringt bei hohem Tempo zusätzliche Stabilität ins Auto, so soll sich der Ferrari GTC4Lusso (2016) in vielen Situationen noch angenehmer als der FF fahren: handlich und agil in engen Kurven, gelassen und mit ausgezeichnetem Geradeauslauf auf der Autobahn.

Mehr zum Thema: Ferrari FF mit Allradantrieb

Ferrari GTC4Lusso im Video:

 

Preis: GTC4Lusso (2016) kostet 261.883 Euro

Dass der Zwölfzylinder des Ferrari GTC4Lusso (2016) nun 690 PS leistet und der Sprint von 0 auf 100 mit nun 3,4 Sekunden noch drei Zehntelsekunden schneller als bisher erledigt ist, dürfte da für die meisten Kunden in den Hintergrund rücken. Diese sind übrigens deutlich jünger als die klassische Ferrari-Kundschaft, nutzen den Gran Turismo regelmäßiger und können dank Allradantrieb auch sorgenfrei durch den Winter jagen. Im Vergleich zu den übrigen Sportwagen aus Maranello sammelten die FF durchschnittlich 30 Prozent mehr Kilometer, diesen Trend dürfte auch der neue Ferrari GTC4Lusso bestätigen. Und damit die an Bord verbrachte Zeit noch angenehmer wird, verbaut Ferrari im GTC4Lusso erstmals eine neue Infotainment-Generation mit 10,25 Zoll großem Touchscreen. Die Höchstgeschwindigkeit des neuen Modells gibt Ferrari wie beim FF mit 335 km/h an, den Preis mit 261.883 Euro.

Mehr zum Thema: So fährt sich der GTC4Lusso

GTC4Lusso T (2016) mit V8 anstelle des V12

Wer etwas preiswerter fahren möchte, für den hält Ferrari den GTC4Lusso T (2016) bereit. Nur am T in der Typenbezeichnung zu erkennen, versteckt sich unter der Ferrari-Karosse ein V8-Turbo anstelle des V12. Der Ferrari 488 GTB leiht seinem größeren Bruder das Aggregat. Das leistet bei vier Töpfen und 2,6 Litern Hubraum weniger folgerichtig auch 80 PS weniger (610 PS), kann aber den großen V12 beim Drehmoment allerdings schlagen (760 statt 697 Newtonmeter). Mit dem um 50 Kilogramm gesunkenen Gewicht (1740 Kilo), kann der GTC4Lusso T (2016) bei der Beschleunigung sogar mithalten. Ob es in 3,4 Sekunden (V12) oder eben in 3,5 Sekunden auf Tempo 100 geht, dürfte zumindest subjektiv kaum eine Rolle spielen. Erst in der Spitze lässt sich der Ferrari GTC4Lusso T (2016) vom stärkeren Bruder abhängen, schafft statt 335 "nur" 320 km/h! Dafür verbraucht der V8 gut vier Liter weniger auf 100 Kilometer, zusätzlich dürfte auch der Preis unter dem V12-Einstiegspreis von 261.883 Euro liegen.

Benny Hiltscher/Alexander Koch