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100 Jahre BMW: BMW Vision Next 100

BMW zeigt Studie Vision Next 100

Mit dem BMW Vision Next 100 zeigt BMW an seinem 100. Geburtstag einen gewagten Ausblick in die ferne Zukunft des Automobils. Beim BMW Vision Next 100 ist das autonome Fahren die Kür, aber keine Pflicht.

Was BMW da jetzt unter dem Arbeitstitel "Vision Next 100" als Studie ins Rampenlicht gerollt hat, will nicht weniger als die Zukunft des Autos vorweg nehmen. Mit dem BMW Vision Next 100 feiert BMW seinen 100. Geburtstag – nur dass die Marke den Blick dabei nicht allzu lange zurück, sondern nach vorne richten. Dafür hat das Team um Designchef Adrian van Hooydonk den knapp fünf Meter langen BMW Vision Next 100 in einem technischen und trotzdem warmen Kupferton auf die Räder gestellt. Der Vision Next 100 hat mit dem Auto von heute nur noch wenig gemein – bis auf das Lenkrad, dem die Bayern auf Dauer Bestandsschutz geben. Allerdings wird der Fahrer des BMW Vision Next 100 das Lenkrad nicht mehr oft benötigen. Der BMW Vision Next 100 fährt auf Wunsch autonom. BMW nennt das den Ease-Mode und baut das Auto dafür in Sekundenschnelle komplett um: Das Lenkrad und die Mittelkonsole ziehen sich zurück und die Sessel rücken in eine kommunikativere Stellung, während das formatfüllende Head-Up-Display zur Leinwand wird. Weil sich BMW aber auch in Zukunft der Freude am Fahren verpflichtet fühlt, gibt es im BMW Vision Next 100 neben dem Ease-Mode auch einen Boost-Mode, in dem das Auto zur Fahrmaschine wird und den Fahrer bestmöglich unterstützt.

Bildergalerie: BMW Vision Next 100

Vision Next 100 braucht keine Displays

Dabei helfen neben den selbstlernenden Assistenzsystemen auch fast 800 kleine, bewegliche Dreiecke in den Türverkleidungen und im Armaturenbrett des BMW Vision Next 100. BMW nennt sie "Alive Geometry" und setzt sie als subtiles Mittel der Interaktion mit dem Fahrer ein. Warnhinweise, die ideale Streckenführung oder die Einlenkpunkte werden damit nicht nur angezeigt oder angesagt, sondern mit Gesten übermittelt und sind deshalb besonders leicht verständlich. Displays, wie wir sie heute kennen, werden damit im BMW Vision Next 100 weitgehend überflüssig. Selbst die organischen LED-Anzeigen der nahen Zukunft sind dann schon wieder von gestern. Damit Mensch und Maschine noch besser zusammenwachsen, gibt es im BMW Vision Next 100 als eine Art virtuellen Vermittler den "Companion" – einen digitalen Kumpel, der wie ein Edelstein auf dem Cockpit thront. Er soll die Intelligenz, die Vernetzung und die Dienstbereitschaft des BMW Vision Next 100 visualisieren und wird so zu einem virtuellen Butler, der seinen Herrn so lange beobachtet, bis er seine Vorlieben perfekt kennt. Dann erledigt er im im BMW Vision Next 100 einzelne Aufgaben im vorauseilenden Gehorsam und macht jederzeit den passenden Vorschlag.

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Vision Next 100 kommuniziert mit der Außenwelt

Außerdem übernimmt der "Companion" neben der Niere, den Scheinwerfern und den Rückleuchten des BMW Vision Next 100 die Kommunikation mit der Außenwelt. Denn während die Lichtfarbe und der Kühlergrill anzeigen, ob die Studie gerade autonom oder konventionell fährt, weist der Companion etwa Fußgänger mit einer speziellen Projektion darauf hin, dass sie gefahrlos die Straße überqueren können. Bei so vielen neuen Technologien und so vielen angefahrenen Visionen ist ein Thema irgendwie auf der Strecke geblieben: der Antrieb. Denn ob der BMW Vision Next 100 mit Verbrenner, mit Akkus oder mit Brennstoffzelle fährt, verraten die Bayern nicht. Und obwohl die Technologien des BMW Vision Next 100 in den nächsten Fahrzeuggenerationen noch nicht auf der Straße zu sehen sein werden, möchte Designchef van Hoodydonk die Visionen des BMW Vision Next 100 nicht als überzogen gelten lassen.

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Thomas Geiger/az