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BMW i8 Spyder: CES 2016

Dieser i8 blickt in die Zukunft

Der BMW i8 Spyder verspricht als Roadster noch mehr Hybrid-Genuss. Zur Präsentation einer seriennahen Vorschau auf der CES 2016 (6. bis 9. Januar) steht das Infotainment im Mittelpunkt.

Schon der Name der Studie macht klar, dass hier mehr als ein BMW i8 Spyder steht. Ja, die Münchner haben eine Roadster-Version des i8 zur CES 2016 (6. bis 9. Januar) nach Las Vegas gebracht, aber die BMW i Vision Future Interaction soll viel mehr als ein i8 ohne Dach sein. Worum es wirklich geht, zeigt ein Blick in den dank fehlender Türen bestens einsehbaren Innenraum: Vor dem Beifahrer prangt ein 21 Zoll großes Display, abgesehen davon findet man fast keinen Knopf. Bedient werden soll das Infotainment-System der Zukunft mit einer Technik, die BMW AirTouch nennt. Wie bei einem Touchscreen können die Menüs durch Tippen und Wischen gesteuert werden, allerdings ist dafür keine Berührung des relativ weit von den Insassen entfernten Bildschirms notwendig. Wie schon bei der Gestiksteuerung für den neuen 7er genügt auch im BMW i8 Spyder auf der CES das Ausführen der entsprechenden Gesten im freien Raum, um der Technik die nötigen Befehle zu geben. Für den Fahrer gibt es zusätzliche Informationen im Head-Up-Display und einem weiteren Bildschirm direkt hinter dem Lenkrad, hier werden alle für das Fahren bedeutsamen Informationen im unmittelbaren Blickfeld angezeigt. Die Inhalte aller drei Displays passen sich situationsbedingt an und erleichtern somit die Steuerung, weil nicht benötigte Optionen automatisch in den Hintergrund gerückt werden.

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Rollt der BMW i8 Spyder zur CES 2016?

Doch auch abseits des Innenraums verspricht der inoffizielle BMW i8 Spyder ein besonderes Erlebnis zu sein. Schließlich lässt sich kaum ein Auto auf so vielfältige Art und Weise genießen wie der BMW i8. Der sportliche Plug-in-Hybrid aus München rollt auf Knopfdruck rein elektrisch und damit gleichermaßen sauber wie lautlos durch die Stadt, zwei Klicks später verwandelt er sich in einen veritablen Sportwagen mit 362 PS und erstaunlich kernigem Sound. Was dem BMW i8 in den Augen von Cabrio-Fans bisher fehlt, ist die Möglichkeit das Dach zu öffnen. Genau diesen Makel wird der BMW i8 Spyder schon bald beseitigen, denn natürlich ist die Außenhaut des BMW i Vision Future Interaction auch als seriennahe Roadster-Studie zu verstehen – trotz fehlender Türen und dem kompletten Verschweigen irgendwelcher technischer Daten. Beim Antriebsstrang sind aber keine größeren Überraschungen zu erwarten, auch der BMW i8 Spyder wird auf die bewährte Kombination von Dreizylinder-Benziner im Heck und Elektromotor vorn vertrauen. Die Leistung des 231 PS starken Verbrenners wird von der 131 PS leistenden E-Maschine unterstützt, deren 250 Newtonmeter Drehmoment stehen praktisch verzögerungsfrei zur Verfügung und lassen den BMW i8 extrem spontan auf Gaspedalbefehle reagieren. Wenn die Kraftreserven beider Motoren vollständig ausgeschöpft werden, beschleunigt der i8 in 4,4 Sekunden auf 100 km/h und wird erst bei 250 km/h elektronisch eingebremst. Auch der BMW i8 Spyder wird auf ähnlichem Niveau agieren, selbst wenn er dank notwendiger Versteifungen und der Verdeck-Mechanik ein paar Kilogramm mehr auf die Waage bringt. Wichtiger ist aus BMW-Sicht ohnehin, dass die Relation von Fahrleistungen zu Verbrauch ähnlich überzeugend ausfällt wie beim permanent geschlossenen i8. Je nach Höhe der rein elektrischen Reichweite kann auch der BMW i8 Spyder einen EU-Verbrauch von kaum mehr als zwei Liter auf 100 Kilometer schaffen und damit einer der saubersten Roadster unserer Zeit werden.

Bildergalerie starten: Roadster-Studie BMW i8 Spyder

Benny Hiltscher