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BMW eRR: Elektro-Motorrad

BMW-Supersportler unter Strom

Mit der BMW eRR plant die Motorrad-Sparte der Münchner einen Supersportler mit sauberem Elektro-Antrieb. Die ersten Anhaltspunkte zur Leistung der lautlosen RR klingen verlockend.

Irgendetwas stimmt nicht mit diesem Motorrad. Aus dem Stand beschleunigt es selbst Supersportler auf zwei und vier Rädern mühelos aus, das Design erinnert an die knapp 200 PS starke S 1000 RR – und doch werden Auto- und Motorrad-Fahrer der BMW eRR nicht in erster Linie wegen ihrer krassen Fahrleistungen fassungslos hinterhersehen, sondern weil sie dabei völlig unangestrengt wirkt. Während sich auf den ersten Blick zum Verwechseln ähnliche Rennmaschinen üblicherweise mit infernalischem Gebrüll in Richtung Horizont zoomen, bleibt die Studie BMW eRR auch bei extremster Beschleunigung beinahe lautlos. Unter der relativ konventionellen Hülle steckt eine Antriebstechnik, über die die Bayern derzeit noch nicht im Detail sprechen wollen. Klar ist nur: Dieser Supersportler wird anders als die meisten Artgenossen nicht von einem Verbrenner, sondern von einem äußerst leistungsstarken Elektromotor angetrieben. Somit bleibt die eRR nicht nur weitgehend lautlos, sie fährt dem Rest der Welt auch noch völlig ohne lokale Emissionen um die Ohren.

Bildergalerie: Die BMW eRR vereint Dynamik und Sauberkeit

Die BMW eRR verspricht sauberen Leistungssport

Zwar hüllt sich BMW Motorrad hinsichtlich der konkreten Leistungswerte und Fahrleistungen in vornehmes Schweigen, eine kleine Andeutung für das Potenzial der Maschine lässt sich den Machern hinter der Maschine aber doch entlocken. Schon der auf den ersten Blick relativ zahme und seit 2014 in Serie verkaufte Elektro-Scooter BMW C Evolution sei beim Sprint aus dem Stand auf 50 km/h schneller als die S 1000 RR – und man muss kein Experte sein um zu wissen, dass die mit ganz anderen Ambitionen antretende BMW eRR den C Evolution locker hinter sich lässt. Wenn die Bayern diesen Ankündigungen Taten folgen lassen, könnte könnte die BMW eRR so manchen Verfechter klassischer Antriebskonzepte ins Grübeln bringen und schließlich für das Thema Elektromobilität begeistern.

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Benny Hiltscher