BMW C evolution: Elektro-Scooter geht 2014 in Serienproduktion

Reif für die Serie

Schon in weniger als zwei Jahren schickt BMW einen Elektro-Roller für Größstädter an den Start – mit 48 PS und bis zu 100 Kilometer Reichweite

BMW Motorrad hat die Entwicklung eines rein elektrisch angetriebenen Motorrollers für den Stadtverkehr fast abgeschlossen: In London stellten die Bayrn den fahrbereiten Prototyp "C evolution" vor. Nach Angaben von BMW-Sprecher Rudolf-Andreas Probst ist der Scooter "bis auf wenige Details sehr nah am Serienfahrzeug", das 2014 in den Handel kommen werde. "Bei der Markteinführung lassen wir unseren Kollegen aus dem Automobilbereich mit dem i3 den Vortritt", sagte er mit Blick auf den ebenfalls rein elektrisch angetrieben Stadtflitzer mit Carbon-Fahrgastzelle, den BMW für Ende 2013 versprochenen hat.

BMW C Evolution: Elektro-Scooter geht 2014 in Serie

Beide Fahrzeuge nutzen dieselbe Batterietechnik: "Im C evolution kommt ein Teil des Lithium-Ionen-Akkupakets aus dem i3 zum Einsatz", erläutert Probst. Damit soll der Roller bis zu 100 Kilometer weit fahren können, bevor er zum Aufladen für rund drei Stunden an eine Steckdose angeschlossen werden muss. Während der Fahrt gewinnt ein Rekuperationssystem beim Gaswegnehmen und Bremsen Energie zurück und speist den Strom in den Akku ein.

Der flüssigkeitsgekühlte E-Motor des "C evolution" entwickelt laut BMW eine Spitzenleistung von 35 kW/48 PS und eine Dauerleistung von 11 kW/15 PS. Der Antrieb soll später auch im Serienfahrzeug Fahrleistungen auf dem Niveau eines Großrollers mit Benzinmotor ermöglichen. Zugunsten der Reichweite wurde die Höchstgeschwindigkeit auf 120 km/h limitiert.

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Der "BMW C evolution" ist unter anderem mit LED-Tagfahrlicht, ABS-Bremsen, multifunktionalem TFT-Display, Upside-Down-Gabel vorne und einstellbarem Federbein hinten ausgerüstet. Diese Ausstattung wird sich laut Probst "so oder sehr ähnlich" im fertigen Roller wiederfinden. Der fahrbereite Prototyp ist eine Weiterentwicklung der BMW-Studien "E-Scooter" und "Concept e" von 2011.
dpa/az