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BMW Alpina B7 Bi-Turbo: Genfer Autosalon 2016

Genf-Bilder vom Alpina B7

Der vielleicht beste BMW 7er kommt aus Buchloe – und steht auf dem Genfer Autosalon 2016. Der neue BMW Alpina B7 Biturbo punktet mit 608 PS und schafft 310 km/h.

Auf dem Genfer Autosalon 2016 (3. bis 13. März) schließt der neue Alpina B7 Biturbo eine Lücke, die BMW bisher ohne Not im 7er-Programm gelassen hat. Denn während sich Mercedes am S 63 AMG eine goldene Nase verdient und auch der Audi S8 nicht schlecht läuft, macht die M GmbH um den 7er traditionell einen weiten Bogen. In Garching schütteln darüber ein paar Ingenieure nach wie vor ungläubig den Kopf, doch in Buchloe reiben sie sich dafür umso freudiger die Hände. Denn dort sitzt BMW-Veredler Alpina und füllt nur allzu bereitwillig die Lücke. Ein halbes Jahr nach der Premiere des neuen Siebeners rollen die Allgäuer derzeit ihren neuen B7 ins Rampenlicht auf dem Genfer Salon und versprechen der eiligen Elite damit zu Preisen ab 147.300 Euro Fracksausen für Fortgeschrittene. Dabei wird aus dem 750Li gar vollends ein Sportwagen im Smoking. Schließlich kitzeln die Scharfmacher aus dem 4,4-Liter-Triebwerk noch einmal ein Drittel mehr Leistung und locken die Schnellfahrer mit 608 PS. Weil zudem das maximale Drehmoment auf imposante 800 Newtonmeter seigt, sprintet der Luxusliner künftig in 3,7 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Und weil sie bei Alpina um den Reiz einer freien Autobahn wissen und sich nicht mit albernen Hierarchien innerhalb der Baureihen abgeben müssen, ist die Sause bei 250 Sachen noch lange nicht vorbei. Wer den Fuß stehen lässt und entsprechend freie Bahn hat, kann mit dem BMW Alpina B7 Biturbo bei 310 km/h Spitze künftig sogar auf Porsche-Jagd gehen.

Bildergalerie: Neuer Alpina B7 auf Genfer Autosalon

Der BMW Alpina B7 Biturbo vereint Kraft und Luxus

Bei der Metamorphose hilft dem B7 ein Technik-Paket, das schon das Grundmodell zur womöglich agilsten Luxuslimousine am Markt macht. Denn neben dem obligatorische Allradantrieb gibt es auch eine vorausschauende Dämpferregelung und einen aktiven Wankausgleich, der den Aufbau auch bei verschärfter Gangart immer im Lot hält. Und natürlich profitiert auch der B7 vom Carbon Core des Siebeners und seiner federleichten Rohbau-Karosserie. Wie immer bei Alpina kommt dieser Kraftakt auch im B7 in Samt und Seide. Denn der prollige Auftritt so manch eines Tuners ist der Allgäuer Sache nicht, Ja, der Alpina B7 bekommt natürlich einen Sportauspuff und klingt deshalb etwas basslastiger. Und natürlich lässt sich das adaptive Fahrwerk ein bisschen weiter absenken, damit sich dem Wind bei Vollgas nicht ganz so viel Wagen entgegen stellt. Doch alle Spoiler und Schweller sind dezent und funktional, die 20-Zoll-Felgen haben nichts protziges und innen bleibt es bei einem feinen Ambiente aus Lack und Leder, das mit aufwändig gesteppten Polstern und dem tiefen Glanz des Piano-Finishs auch den Individual-Modellen aus Garching die Schau stiehlt.

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Der Alpina B7 ist ein würdiger BMW M7-Ersatz

Stärker als das stärkste Serienmodell, deutlich schneller sowie außen und innen stilvoll verfeinert – so hat der B7 einmal mehr mehr das Zeug zum besten BMW 7er in der Familie. Das einzige, was ihm dazu eigentlich noch fehlt, ist das M7-Logo, das bei BMW offenbar ganz tief in einem Panzerschrank liegt. Der Mannschaft beim Werkstuner in Garching mag das ein Dorn im Auge sein. Doch nicht nur in Buchloe empfindet man die ungewohnte BMW-Zurückhaltung wahrscheinlich als Segen, sondern auch die wehrte Kundschaft hat davon nur Vorteile. Denn für einen vergleichsweise niedrigen Aufschlag von 35.000 Euro hätte es so einen üppigen Nachschlag ab Werk wahrscheinlich nie gegeben.

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Thomas Geiger