Ford GT40 MkII
Die Le Mans-Legende
|
Ford GT40 MkII
Speziell für Ford-Fans gibt es keinen Zweifel: Der GT40 MkII ist der ultimative Sport-Prototyp der 60er-Jahre |
|
Ford GT40 MkII
Die Chassisnummer XGT-2 weist diesen Wagen als exakt jenen Le Mans-Prototypen aus ... |
|
Ford GT40 MkII
... mit dem der zweifache Formel-1-Weltmeister Graham Hill 1966 den französischen Langstreckenklassiker anführte |
|
Ford GT40 MkII
Der GT40 beschleunigt aus gemächlichem Landstraßentempo problemlos auf 320 km/h |
|
Ford GT40 MkII
Für einen Rennwagen überzeugt er mit herausragender Ergonomie ... |
|
Ford GT40 MkII
... die Sitzposition ist überraschend bequem - Ford schenkte bei der Le Mans-Mission auch den Details Beachtung |
|
Ford GT40 MkII
Der 7-Liter V8-Motor überzeugt durch Drehmoment und Leistung |
|
Ford GT40 MkII
Zeitgenössisch Fahrerausrüstung: weiße Streifen am alten Bell-Helm, damit er nun jenem ähnelt, den der zweifache Formel-1-Weltmeister Graham Hill damals trug |
1966 siegte Ford beim wichtigsten Sportwagen-Rennen der Welt. Wir fuhren einen jener Ford GT40 MkII, die Ferraris Vorherrschaft brachen
Bei den meisten aufregenden Autos, die mir gelegentlich anvertraut werden, warte ich ungeduldig darauf, dass ich endlich losfahren kann. Mit dem Ford GT40 MkII aber verhält es sich heute anders – zu groß ist allein die Vorfreude. Die Chassisnummer XGT-2 weist diesen Wagen als exakt jenen Le Mans-Prototypen aus, mit dem der zweifache Formel-1-Weltmeister Graham Hill 1966 den französischen Langstreckenklassiker anführte. Am Ende siegten damals Bruce McLaren und Chris Amon in einem weiteren GT40 – und sicherten Ford den ersten Le Mans-Triumph. Heute fahre ich selbst einen der acht MkII, die an jenem Tag im Juni 1966 an den Start gingen – und das ist für mich ein großer Moment.
Ich schlüpfe in die Rolle des Le Mans-Piloten, nicht nur für den Fotografen. Ich will mit diesem brillant restaurierten Rennwagen jeden Moment auskosten und jene Zeit so authentisch wie möglich nachleben. Selbst meine Fahrerausrüstung – Overall, Handschuhe, Mundschutz, Brille und offener Helm – sind zeitgenössisch. Und heute Morgen habe ich sogar noch weiße Streifen an meinen alten Bell-Helm geklebt, damit er nun jenem ähnelt, den Hill damals trug. Mark Allin und sein Team von Precision Auto in Massachusetts haben dieses Auto in den Originalzustand versetzt. Und ich darf es nun gleich bewegen.
Mehr Faszination: Der kostenlose Newsletter der AUTO ZEITUNG
Zeit zum Einsteigen: Im Vergleich zu den damaligen Rivalen von Ferrari und Porsche fühlt sich der Fahrer im Ford MkII sofort wohl. Für einen Rennwagen überzeugt er mit herausragender Ergonomie: Der Schalthebel rechts ist ebenso perfekt positioniert wie das Dreispeichen-Lederlenkrad. Der Blick auf die Anzeigen ist frei. Alles wirkt durchdacht. Und tatsächlich überließ Ford beim dritten Anlauf zum erhofften Le Mans-Sieg 1966 nichts dem Zufall. Die Vorbereitung erreichte in Bezug auf Forschung, Entwicklung und Tests fast NASA-Niveau.
Ich kenne den Verlauf der 24-Stunden von Le Mans 1966 sehr genau. Und während ich im Cockpit sitzend von der hochstehenden Sonne langsam geröstet werde, macht die Aura dieses Autos die Erinnerungen plötzlich sehr lebendig. Ich schließe vorsichtig die Fahrertür, dann übe ich das Anschnallen. Ford-Teamchef Leo Beeb hatte seine Fahrer angewiesen, die Gurte nach der damals noch obligatorischen Sprinteinlage zum Auto sofort zu schließen. Wenn niemand zusähe, würde ich jetzt den klassischen Le Mans-Start versuchen: kurzer Anlauf, ins Auto springen, Tür zuziehen, ein Druck auf den Starterknopf – und dann unter Zurücklassung von zwei langen, schwarzen Gummispuren davonfahren. Genau wie es Graham Hill damals von der sechsten Startposition aus getan hatte.



































































